Der Fachkräftemangel am Wirtschaftsstandort Deutschland ist seit Jahren Realität – besonders in den MINT-Berufen. Unternehmen suchen nach Ingenieur:innen, IT-Spezialisten, Naturwissenschaftler:innen und technischen Fachkräften. Gleichzeitig suchen viele MINT-Fachkräfte nach Arbeitgebern, bei denen sie ihre Kompetenzen wirkungsvoll einsetzen, sich gezielt weiterentwickeln und unter modernen, zukunftsfähigen Bedingungen arbeiten können. Genau hier setzt die MINT-minded Company (MMC) Initiative an: Sie macht Unternehmen sichtbar, die MINT-Talente fördern und Zukunft aktiv gestalten.

Die Idee entstand 2014 aus dem direkten Austausch mit Studierenden und Unternehmen und wird seit ihrer Einführung in enger Kooperation mit „MINT Zukunft schaffen!“ getragen.

Dr. Rowena Sandner von MINT-minded Company: „Die langjährige Partnerschaft verbindet frühe MINT-Bildung und Nachwuchsförderung mit der Verantwortung von Unternehmen als Ausbildungsbetriebe und Arbeitgeber. Viele Firmen engagieren sich bereits seit Jahren für Ausbildung, Nachwuchsförderung, bieten duale Studiengänge an oder fördern Frauen in technischen Berufen. Allein – es fehlt die Sichtbarkeit dafür. MINT-minded Company macht genau dieses Engagement sichtbar. Die Auszeichnung zeigt, welche Arbeitgeber MINT-Bildung als relevante Zukunftsaufgabe ernst nehmen und im beruflichen Alltag umsetzen. Für Unternehmen ist die Auszeichnung deshalb mehr als ein Siegel. Sie ist ein deutliches Signal nach außen und ein wirkungsvoller Impuls nach innen. Nach außen zeigt sie: Wir investieren in Talente, bieten Perspektiven, verstehen die Bedeutung von Zukunftskompetenzen. Nach innen stärkt sie das Bewusstsein und die Motivation: Was wir tun, wird wertgeschätzt und gesehen. Gerade im Recruiting und Employer Branding schafft das Klarheit und Wiedererkennung.“

Was bedeutet es, eine MINT-minded Company zu sein?

MINT-minded zu sein bedeutet, MINT-Fachkräfte gezielt zu fördern, Haltung zu zeigen, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und berufliche Entwicklung zu ermöglichen. Entscheidend ist nicht allein, wie viele MINT-Fachkräfte ein Unternehmen beschäftigt. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Frage, welche Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit Talente ihre Fähigkeiten entwickeln, Verantwortung übernehmen und langfristig im Unternehmen wirksam werden können.

In einem Arbeitsmarkt, in dem qualifizierte Fachkräfte zunehmend zwischen Arbeitgebern wählen können, reicht es nicht mehr, Stellen auszuschreiben. Unternehmen müssen Orientierung geben und glaubwürdig kommunizieren. Sie müssen zeigen, wofür sie stehen, welche Perspektiven sie bieten und wie sie ihre Verantwortung als Arbeitgeber wahrnehmen. MINT-minded Company bietet ihnen dafür eine Plattform und vermittelt MINT-Fachkräften eine klare Orientierung bei der Arbeitgeberwahl.

Zusätzliche Unterstützung und Anerkennung erhält die Initiative durch die Schirmherrschaft der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär.

An wen richtet sich die Auszeichnung?

Die Auszeichnung richtet sich an Betriebe, Unternehmen, Behörden, kurz: an alle Arbeitgeber, die MINT-Fachkräfte aktiv gewinnen, ausbilden und fördern und dieses Engagement in ihrer Arbeitgeberkommunikation sichtbar machen möchten. Dabei geht es sowohl um gewerblich-technische Berufe als auch um akademische MINT-Fachrichtungen.

Wie kann ein Unternehmen MMC werden?

Arbeitgeber können für die Auszeichnung nominiert werden oder selbst Interesse anmelden. Anhand einer Selbstauskunft mit Nachweisen wird geprüft, ob das Unternehmen die Kriterien einer MINT-minded Company erfüllt.

Ein positives Prüfergebnis kann innerhalb des Unternehmens kommuniziert werden. Für eine externe Kommunikation ist eine Zertifizierung erforderlich. Voraussetzung hierfür sind die Unterzeichnung der MINT-Charta (Bekenntnis zu den gemeinsamen Grundsätzen) sowie der Erwerb der MMC-Kommunikationslizenz.

Weitere Infos auf https://mint-minded-company.de/

Ein Interview mit MINT-Botschafterin Dr. Rowena Sandner, in dem sie erklärt, wie man Jugendliche für MINT begeistert und darauf verweist, dass „MINT nicht nur Fachwissen [braucht], sondern auch Orientierung, Verantwortung und die Fähigkeit, komplexe Entwicklungen einzuordnen“, finden Sie hier

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