Stefan Rohe engagiert sich als MINT-Botschafter für „MINT Zukunft schaffen!“ und unterstützt uns außerdem als Jury-Mitglied beim Bewertungsprozess für die beiden Signets „MINT-freundliche Schule“ und „Digitale Schule“. Stefan ist Diplom-Informatiker und als Business Director Data & AI beim Unternehmen Valtech Mobility GmbH tätig und erzählt uns im Interview mehr über die Motivation, sich ehrenamtlich bei uns einzubringen. Engagieren Sie sich auch für mehr MINT in Deutschland? Machen Sie mit und werden Sie Teil des MINT-Botschafternetzwerks als MINT-Botschafter*in.

Stefan, warum engagieren Sie sich als Jurymitglied?

Ich bin davon überzeugt, dass MINT immer wichtiger wird. Sei es privat, zum Beispiel durch Medienkompetenz oder später im beruflichen Umfeld. Gerade jetzt, im Zeitalter der KI, müssen wir unsere nächste Generation darauf vorbereiten. Ängste nehmen, ausbilden, damit auch eine kritische Betrachtung von Technologie möglich wird, sind hierbei wichtig, damit die nächste Generation diese KI-Zeit aktiv mitgestalten kann.

Durch die Arbeit als Jurymitglied kann ich einschätzen, wie weit andere Schulen sind und so mit gezielten Aktionen Schulen mit kleinen Defiziten helfen, diese auszugleichen und in Stärken umzuwandeln.

Warum ist es Ihrer Meinung nach so wichtig, dass sich die Schulen auf die Signets „Digitale Schule“ und/oder „MINT-freundliche Schule“ bewerben?

MINT-freundliche Schule ist ein Qualitätskriterium. Es zeigt Eltern als auch Kindern, dass sich die Schule aktiv um MINT-Themen kümmert. Mit dem Signet kann auch gut ein Schwerpunkt der Schule kommuniziert werden. So ist eine Schule, die als Ausbildungsschwerpunkt Informatik hat, viel glaubwürdiger mit einem MINT-Signet. Zudem hilft schon alleine die Bewerbungsphase den Schulen, sich im MINT-Bereich zu strukturieren.

Wie schafft man es, mehr junge Menschen für mathematische – naturwissenschaftliche – technische Berufe zu begeistern?

Das ist einfach. SchülerInnen nutzen technische Geräte schon früh und sind begeistert von der Technik. Man muss nur den Spieltrieb, der oft in Form von Fortnite, Minecraft, FIFA und Co. vorhanden ist, für spannende Erklärungen nutzen. Zum Beispiel kommt ein Fortnite sowie jedes Spiel mit 3D-Darstellung nicht ohne den Satz des Pythagoras aus. Erklärt man jetzt den Satz des Pythagoras mit Fortnite und programmiert dann mit den SchülerInnen dies noch nach, begeistert man. Dadurch lebt Technik in der Welt, die die SchülerInnen kennen.

Was sind die Schwerpunkte Ihres persönlichen MINT-Engagements?

Ich inspiriere SchülerInnen für MINT. u.a. indem ich einen Computer-Kurs veranstalte. In diesem können SchülerInnen in einer Woche, die oft als abstrakt verschriene Informatik, erleben. Sie entwickeln in dieser Woche ihren eigenen Computer mit einem bunten, selbst-gedruckten (und selbst-programmierten!) Gehäuse. So werden abstrakte Algorithmen zu anfassbaren Informatikartefakten. Dieses Engagement geht nahtlos in eine Informatik AG über.

Zudem unterstütze ich beim Bundeswettbewerb Informatik. Eine Schule hat hier aus dem Stand eine BWINF-Gold Auszeichnung erhalten. Das zeigt, dass SchülerInnen von Informatik schon begeistert sind und dies lernen wollen. Es fehlte nur ein kleiner Katalysator, um die vorhandene Energie in die richtige Richtung zu lenken.

Einen weiteren Wettbewerb, den ich bei SchülerInnen motiviere, ist Jugend forscht. SchülerInnen haben so viele kreative Ideen. Wenn man den SchülerInnen zuhört und vereinzelt Hilfestellungen gibt, die vielen guten Gedanken zu strukturieren und in ein größeres Bild zu bringen, kommen erstaunliche Ergebnisse raus.

Lieber Stefan, danke für den ausführlichen Einblick.

Engagieren Sie sich bereits für mehr MINT in Deutschland?

Gehören Sie zu den Menschen, die Erfahrungen in MINT gemacht haben oder aktuell spannende Fragestellungen bearbeiten? Sind Sie bereit, diese Erfahrungen jungen Menschen zur Verfügung zu stellen, sie mit Ihren Entwicklungen zu begeistern? Werden Sie Teil des MINT-Botschafternetzwerks, helfen Sie jungen Menschen, sich für MINT zu entscheiden, als MINT-Botschafter*in.

Als Botschafter oder Botschafterin werben Sie durch ihre Aktivitäten authentisch für die MINT-Themen und engagieren sich für MINT-Bildung. Unternehmen können selbst Botschafter*innen bereitstellen oder sich im Rahmen von Workshops, Praktika, „Tag der offenen Tür“, Angebote zu Diskussionsabenden in Schulen u. v. m. engagieren. Mehr zu unserem MINT-Botschafternetzwerk finden Sie hier.

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