Ilka Bickmann engagiert sich als MINT-Botschafterin für „MINT Zukunft schaffen!“. Ilka ist Journalistin und Vorstandsvorsitzende von science2public – Gesellschaft für Wissenschaftskommunikation und erzählt uns im Interview mehr über ihre Motivation, sich ehrenamtlich bei uns einzubringen. Engagieren Sie sich auch für mehr MINT in Deutschland? Machen Sie mit und werden Sie Teil des MINT-Botschafternetzwerks als MINT-Botschafter*in.
Ilka, warum engagieren Sie sich als MINT-Botschafter/in?
2007 habe ich unseren Verein science2public gegründet, um Forschung und Gesellschaft für gemeinsame Zukunftsgestaltung zusammenzubringen, und MINT steckt in allem drin. Dafür junge Menschen zu begeistern, neue Räume, Methoden, Formate zu gestalten, die Spaß und Lust auf mehr machen und auch die Arbeitswelt mit MINT interessant, lebendig, sozial erleben lassen, das macht mir als Lehrertochter, die nie Lehrerin werden wollte, große Freude.
Wie schafft man es, mehr junge Menschen für mathematische – naturwissenschaftliche – technische Berufe zu begeistern?
Sinnfindung ist hier sicher das Zauberwort. In einer Welt, geprägt von Unsicherheiten, Unwägbarkeiten, möchten junge neugierige Menschen Lösungen und Antworten finden, die nicht nur sie selbst weiterbringen, sondern auch größere Fragen und Anforderungen unserer Welt. Diese gesellschaftliche, gegebenenfalls politische Verknüpfung mit den Kompetenzfeldern der Wissenschaft erscheint mir wichtiger denn je. Und Wissenschaft im Alltag zu verstecken und dann zu entdecken, erleichtert auch jene zu erreichen, die aufgrund ihrer Herkunft, Bildungsbiographie u.a. nicht unbedingt nah an Wissenschaft und Technik sind: wir haben im Stadtteil Makerspaces für Jugendliche eröffnet, ein Schiff auf den Fluss gesetzt, das auf Ausflugsfahrten ganz praktisch die Wasserqualität analysiert und damit auch die Rechte eines Flusses in einer Stadt diskutiert. Wenn sie es schaffen, zu diesen Jugendlichen und Kindern eine Bindung herzustellen, ist der spätere Einstieg in einen naturwissenschaftlichen Berufsweg gar nicht mehr so utopisch.
Was sind die Schwerpunkte Ihres persönlichen MINT-Engagements?
Forschende und Laien zusammen zu bringen und zu einer wechselseitigen Verständigung zu bewegen buchstäblich „in einem Boot“, das ist meine Leidenschaft. Wir alle wollen Zukunft, haben ein Recht auf Zukunft, und damit Wissen, und müssen gemeinsam für unsere Zukunft Verantwortung tragen. Mehr Rückbesinnung auf die Natur, die Wissen schafft, Respekt vor anderen Perspektiven, und diese Vielfalt nutzen für co-creative Prozesse und Produkte, Lust auf Zukunft, und Wissen, wie man Zukunft lernen kann, das sind meine persönlichen Steckenpferde.
Danke für das schöne Gespräch, liebe Ilka.

Engagieren Sie sich bereits für mehr MINT in Deutschland?
Gehören Sie zu den Menschen, die Erfahrungen in MINT gemacht haben oder aktuell spannende Fragestellungen bearbeiten? Sind Sie bereit, diese Erfahrungen jungen Menschen zur Verfügung zu stellen, sie mit Ihren Entwicklungen zu begeistern? Werden Sie Teil des MINT-Botschafternetzwerks, helfen Sie jungen Menschen, sich für MINT zu entscheiden, als MINT-Botschafter*in.
Als Botschafter oder Botschafterin werben Sie durch ihre Aktivitäten authentisch für die MINT-Themen und engagieren sich für MINT-Bildung. Unternehmen können selbst Botschafter*innen bereitstellen oder sich im Rahmen von Workshops, Praktika, „Tag der offenen Tür“, Angebote zu Diskussionsabenden in Schulen u. v. m. engagieren. Mehr zu unserem MINT-Botschafternetzwerk finden Sie hier.
