Olaf Lahmann engagiert sich als MINT-Botschafter für „MINT Zukunft schaffen!“ und unterstützt uns außerdem als Jury-Mitglied beim Bewertungsprozess für die beiden Signets „MINT-freundliche Schule“ und „Digitale Schule“. Olaf ist Spezialist für Schulplattformen bei der Stadt Freiburg und erzählt uns im Interview mehr über seine Motivation, sich ehrenamtlich bei uns einzubringen. Engagieren Sie sich auch für mehr MINT in Deutschland? Machen Sie mit und werden Sie Teil des MINT-Botschafternetzwerks als MINT-Botschafter*in.

Warum engagieren Sie sich als Jurymitglied?

Ohne Juroren gäbe es auch keine Ehrungen und wir möchten doch Schulen gewinnen, sich als MINT-freundliche Schule auszeichnen zu lassen, also muss die Juryarbeit auch von uns übernommen werden.

Warum ist es Ihrer Meinung nach so wichtig, dass sich die Schulen auf die Signets „Digitale Schule“ und/oder „MINT-freundliche Schule“ bewerben? 

Schulen, die sich um die Signets „Digitale Schule“ und „MINT-freundliche Schule“ bewerben, tragen maßgeblich dazu bei, ihre Schüler auf die Herausforderungen und Möglichkeiten der modernen Welt vorzubereiten. Sie fördern nicht nur individuelle Kompetenzen und Karrieren, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung.

Wie schafft man es, mehr junge Menschen für mathematische – naturwissenschaftliche – technische Berufe zu begeistern?

Hierzu müssen verschiedene Aspekte berücksichtigt werden:

Förderung:

  • Organisation von Camps, Wettbewerben und Projekten, die Schüler dazu ermutigen, praktische Erfahrungen in MINT-Fächern zu sammeln und ihre Fähigkeiten zu erproben.

Praxisnahe Lernangebote:

  • Möglichkeiten für Schüler, Praktika in MINT-Unternehmen zu absolvieren, um Einblicke in die Arbeitswelt zu erhalten und praktische Erfahrungen zu sammeln.
  •  Einladen von Fachleuten aus der Industrie und Organisation von Exkursionen zu Unternehmen, um Schülern einen realistischen Einblick in MINT-Berufe zu ermöglichen.

Geschlechtergerechtigkeit fördern:

  • Entwicklung von gezielten Programmen und Kampagnen, um Mädchen für MINT-Fächer zu begeistern und Stereotypen zu überwinden.
  • Sichtbarmachen von erfolgreichen Frauen in MINT-Berufen als Vorbilder und Mentoren für junge Mädchen.

Interaktive und kreative Lehrmethoden:

  • Förderung von projektbasierten Lernmethoden, die den Schülern ermöglichen, selbstständig Probleme zu lösen und kreativ zu arbeiten.
  • Integration von interaktiven und digitalen Lernmitteln, um den Unterricht anschaulicher und praxisnäher zu gestalten.

Betonung der gesellschaftlichen Bedeutung:

  • Vermittlung des gesellschaftlichen Nutzens und der Bedeutung von MINT-Berufen für die Lösung globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Gesundheitswesen etc.

Eltern und Erziehungsberechtigte einbinden:

  • Informationsveranstaltungen für Eltern, um sie über die Vielfalt der MINT-Berufe und die Karrieremöglichkeiten ihrer Kinder zu informieren.
  • Ermutigung der Eltern, ihre Kinder bei der Entdeckung und Entwicklung ihrer Interessen in MINT-Fächern zu unterstützen und sie in ihrem Bildungsweg zu begleiten.

Was sind die Schwerpunkte Ihres persönlichen MINT-Engagements?

Mitbegründer eines MINT-Förderprojektes (www.vr-digication.de), welches zur Aufgabe hat, Schulen hochwertige interaktive und digitale Lernmittel zur Verfügung zu stellen, um den Unterricht anschaulicher und praxisnäher zu gestalten und um forschungsorientiertes kollaboratives Lernen zu ermöglichen. 

Olaf Lahmann, danke für das schöne Gespräch.

Engagieren Sie sich bereits für mehr MINT in Deutschland?

Gehören Sie zu den Menschen, die Erfahrungen in MINT gemacht haben oder aktuell spannende Fragestellungen bearbeiten? Sind Sie bereit, diese Erfahrungen jungen Menschen zur Verfügung zu stellen, sie mit Ihren Entwicklungen zu begeistern? Werden Sie Teil des MINT-Botschafternetzwerks, helfen Sie jungen Menschen, sich für MINT zu entscheiden, als MINT-Botschafter*in.

Als Botschafter oder Botschafterin werben Sie durch ihre Aktivitäten authentisch für die MINT-Themen und engagieren sich für MINT-Bildung. Unternehmen können selbst Botschafter*innen bereitstellen oder sich im Rahmen von Workshops, Praktika, „Tag der offenen Tür“, Angebote zu Diskussionsabenden in Schulen u. v. m. engagieren. Mehr zu unserem MINT-Botschafternetzwerk finden Sie hier.

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