Die Preisträger des bundesweiten Wettbewerbs „Deutscher Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ 2025 stehen fest. Die Jury unter Leitung von Prof. Dr. David-S. Di Fuccia zeichnete in Berlin zehn Lehrkräfte, fünf Teams und drei Schulleitungen aus. Insgesamt gingen 18 Auszeichnungen an Lehrkräfte, Teams und Schulleitungen aus zehn Bundesländern.
Von den zehn Preisträgern „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ unterrichten drei an Schulen mit den Signets MINT-freundliche und Digitale Schule und einer an einer MINT-freundlichen Schule.
Zudem wurde unter anderem der Sonderpreis „Umwelt und Nachhaltigkeit“ verliehen. Der ging an Dr. Martina Kapitza vom Gymnasium Kronwerk Rendsburg, Schleswig-Holstein, sowohl MINT-freundliche als auch Digitale Schule, mit Jürgen Fischbach vom Naturpark Westensee – Obere Eider und Lena Muley, Lehramtsstudentin an der Muthesius Kunsthochschule und Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU).
Bewerbungen für die neue Wettbewerbsrunde können ab sofort bis zum 30. Juni 2026 über http://www.lehrkraeftepreis.de eingereicht werden.
Die Träger des Preises, die Heraeus Bildungsstiftung und der Deutsche Philologenverband, würdigen herausragendes Engagement und rücken die Leistungen von Pädagogen in den Fokus der Öffentlichkeit.

Die Schirmherrin und Präsidentin der Bildungsministerkonferenz 2025, Simone Oldenburg, überreichte die Urkunden. Sie betonte: „Bildung stärkt Chancengleichheit, fördert demokratisches Handeln, ermöglicht individuelle Entfaltung und Erfolg. Eine gute Bildung ist der Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Wenn Lehrkräfte, Schulleitungen, Schülerinnen und Schüler sich engagieren, entstehen neue Möglichkeiten, zukunftsweisende Ideen und erfolgreiche Projekte. Der Deutsche Lehrkräftepreis würdigt diese herausragenden Leistungen.“
Unterstützt wurde die Runde durch den Cornelsen Verlag, die PwC-Stiftung und die Schöpflin Stiftung. Bewerbungen für 2026 – inklusive der neuen Kategorie „Starke Grundschule“ – sind ab sofort bis zum 30. Juni 2026 unter www.lehrkraeftepreis.de möglich.
In „Ausgezeichnete Lehrkräfte“, eine der drei Wettbewerbskategorien, wurden zehn besonders engagierte Lehrkräfte ausgezeichnet, die von ihren Schülerinnen und Schülern aus den Abschlussklassen nominiert worden waren. Die Jury vergab je eine Auszeichnung nach Baden-Württemberg (Steffen Haschler, Gymnasium Englisches Institut gGmbH Heidelberg), Bayern (Serhat Gökce, Berufliche Schule 9 Nürnberg), Berlin (Fatma Kan, Quinoa – Bildung für hervorragende Lebensperspektiven gGmbH), Brandenburg (Christin Altenkirch-Borchert, Voltaireschule Potsdam), Hamburg (Julian Lee, Gymnasium Allermöhe), Hessen (Roland Struwe, Eichendorffschule Kelkheim), Mecklenburg-Vorpommern (Toni Fischer, Regionale Schule „Fritz Reuter“ Demmin) und Sachsen (Philipp Limmer, Zentralschule Adorf/Vogtland – Oberschule). Zwei Auszeichnungen gingen nach Nordrhein-Westfalen (Dimitri Fromm, Janusz Korczak-Gesamtschule Gütersloh, und Simone Windhüs, Landfermann-Gymnasium Duisburg).
Steffen Haschler unterrichtet an der MINT-freundlichen Schule Gymnasium Englisches Institut Heidelberg. Die Schulen der Preisträger Simone Windhüs (Landfermann-Gymnasium Duisburg), Dimitri Fromm ( Janusz Korczak-Gesamtschule Gütersloh) und Roland Struwe (Eichendorffschule Kelkheim) tragen die beiden Signets MINT-freundliche Schule und Digitale Schule.

Der Deutsche Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ
Der Preis wird in drei Hauptkategorien vergeben: In der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ nominieren Abschlussjahrgänge besonders engagierte Lehrkräfte für deren soziale Kompetenz. Die Kategorie „Unterricht innovativ“ richtet sich an Lehrkräfte im Sekundarbereich, die zukunftsweisende und kreative Unterrichtsmodelle entwickeln. In der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“ können Kollegien aller Schulformen ihre Leitungsteams vorschlagen.
Zusätzlich wurden 2025 zwei Sonderpreise für „Umwelt und Nachhaltigkeit“ (Cornelsen Verlag) sowie „Kulturelle Bildung“ (PwC-Stiftung) verliehen. Die zweckgebundenen Preisgelder fließen direkt in Unterrichtsprojekte; zudem profitieren die Preisträger von einem Exzellenzcamp und einem Alumni-Netzwerk.
Neue Kategorie „Starke Grundschule“ ab 2026
Ab der 17. Wettbewerbsrunde können sich erstmals Grundschullehrkräfte bewerben. Die neue Kategorie „Starke Grundschule“ stellt die pädagogische Qualität in den Fokus. Ausgezeichnet werden Konzepte, die individuelle Potenziale fördern, Basiskompetenzen wie Lesen und Mathematik stärken und das sozial-emotionale Lernen integrieren. Ziel ist es, gute Praxis zu würdigen, die Kinder nachhaltig auf ihren Bildungsweg vorbereitet und Teilhabe ermöglicht. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.lehrkraeftepreis.de/der-wettbewerb/starke-grundschule
Die Jury
Die Auswahl erfolgt in einem zweistufigen Verfahren: Nach einer intensiven Begutachtung durch Bildungsexperten entschied eine hochkarätige Jury unter der Leitung von Prof. Dr. David-S. Di Fuccia (Universität Kassel) über die Preisträger der Runde 2025.
Drei Auszeichnungen in der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“
In der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“ wählte die Jury zwei Teams und eine Preisträgerin aus, die von ihren Kollegien vorgeschlagen wurden. Die Vorstandsvorsitzende der Heraeus Bildungsstiftung, Alexandra Heraeus, betont dabei, dass vorbildliche Schulleitungen Schule als Beziehungsraum verstehen, in dem Lehrkräfte wirksam sein können und eine Kultur des Vertrauens sowie des Mutes herrscht.

Der erste Preis ging an Jenny Krzyzaniak, Svetlana Thieme und Kati Klinzing von der Denis-Diderot-Schule – Oberschule der Stadt Leipzig, Sachsen.

Den zweiten Preis erhielt Schulleiterin Roswitha Malewski von der Grundschule Kuppelnau, Ravensburg, Baden-Württemberg.

Den dritten Preis vergab die Jury an das Schulleitungsteam Carsten Arntz und Kathrin Wichmann vom Erzbischöflichen Berufskolleg Köln, Nordrhein-Westfalen.
Drei innovative Unterrichtskonzepte ausgezeichnet
In der Kategorie „Unterricht innovativ“ reichten zahlreiche Teams fächerübergreifende Projekte ein. Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, hob hervor, wie diese Projekte fachliche Tiefe mit Kreativität verbinden und Schule als lebendigen Bildungsort erfahrbar machen.

Den ersten Preis erhielt das Team Jana Rotthoff und Heidi Rupieper von der Schillerschule Oberhausen, Nordrhein-Westfalen, für das Projekt „Schillerwerk eSG – zusammen einzigartig“.

Der zweite Preis ging an Alexandra Baum und Philipp Rohleder von der Gerhart-Hauptmann-Schule Griesheim, Hessen, für das Projekt „Podcast im Deutschunterricht“.

Mit dem dritten Preis wurden Holger Seefried und sein Team (u.a. Christiane Fenner, Ilona Landgraf und Hans Paulini) vom Deutschhaus-Gymnasium Würzburg, Bayern, für das Projekt „Science Fair – Forschen für die Zukunft“ ausgezeichnet. Das Projekt „Science Fair – Forschen für die Zukunft“ am Deutschhaus-Gymnasium in Würzburg richtet sich an Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe und wird seit fast 15 Jahren erfolgreich durchgeführt. Ziel ist es, naturwissenschaftliches Forschen praxisnah, eigenverantwortlich und motivierend zu gestalten. Koordiniert wird das Projekt von Holger Seefried in Zusammenarbeit mit Fachlehrkräften aus Biologie, Chemie, Physik und Informatik sowie externen E-Mentorinnen und E-Mentoren, meist ehemalige Schülerinnen und Schüler, die in MINT-Studiengängen aktiv sind.
Sonderpreise für Umwelt und Kultur
Der Sonderpreis „Umwelt und Nachhaltigkeit“, vergeben vom Cornelsen Verlag, ging an Dr. Martina Kapitza vom Gymnasium Kronwerk Rendsburg, Schleswig-Holstein, mit Jürgen Fischbach, Referent für ökosystembasierte Klima-Anpassung vom Naturpark Westensee – Obere Eider e.V., und Lena Muley, Lehramtsstudentin für Kunst und Geographie an der Muthesius Kunsthochschule und Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), für das Projekt „Natur erleben – Ein Walderlebnispfad zum Thema Wald – Klima – Lebensräume“.

Das Projekt „Natur erleben“ des Gymnasiums Kronwerk in Rendsburg, sowohl MINT-freundliche als auch Digitale Schule, entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Naturpark Westensee und der Muthesius Kunsthochschule Kiel im Rahmen des übergeordneten Projekts der Landesregierung Schleswig-Holstein „Schule trifft Kultur – Kultur trifft Schule“. Über drei Schuljahre hinweg entwickelten Oberstufenschüler und -schülerinnen des Biologieprofils gemeinsam mit Lehramtsstudierenden der Kunsthochschule einen interaktiven Walderlebnispfad zu den Themen Wald, Klima und Lebensräume. Ziel war es, ökologische Zusammenhänge erlebbar zu machen und Natur mit künstlerischen Mitteln zu vermitteln.

Präsentation auf dem Festival der MINTKultur*en 2025 ©Martina Kapitza, CC BY 4.0
Das Projekt überzeugte die Jury durch seine interdisziplinäre, partizipative und nachhaltige Struktur. Es vereint Naturwissenschaft, Kunst und Pädagogik zu einem lebendigen Lernprozess, in dem Schüler nicht nur Wissen erwerben, sondern aktiv gestalten. Statt einer vorgegebenen Unterrichtseinheit erarbeiteten die Jugendlichen Inhalte, Formen und Umsetzungen eigenständig – von der Idee bis zur handwerklichen Realisierung.
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Den Sonderpreis „Kulturelle Bildung”, vergeben von der PwC-Stiftung, erhielt das Team um Dieter Maucher und Marcus Pfab von der Dollinger-Realschule Biberach, Baden-Württemberg, für das Projekt „Für die Freiheit! 1525 – 2025 – Jubiläumstheater 500 Jahre Bauernkrieg“.

Detaillierte Informationen und Begründungen finden Sie unter www.lehrkraeftepreis.de/preistraegerinnen/
