Rebecca Stroh engagiert sich als MINT-Botschafterin für „MINT Zukunft schaffen!“ und unterstützt uns außerdem als Jury-Mitglied beim Bewertungsprozess für die beiden Signets „MINT-freundliche Schule“ und „Digitale Schule“. Rebecca ist Projektleiterin bei der Kommunikationsagentur YAEZ für Projekte mit Schwerpunkt Bildung und erzählt uns im Interview mehr über die Motivation, sich ehrenamtlich bei uns einzubringen. Engagieren Sie sich auch für mehr MINT in Deutschland? Machen Sie mit und werden Sie Teil des MINT-Botschafternetzwerks als MINT-Botschafter*in.

Rebecca, warum engagieren Sie sich als Jurymitglied?

Durch Schulbesuche vor Ort und die enge Zusammenarbeit mit Lehrkräften und Schulleitungen habe ich viele Einblicke in den Schulalltag erhalten. Personalmangel, fehlende technische Ausstattung und geringe finanzielle Mittel stellen Hürden für die Umsetzung von MINT-Angeboten dar. Deshalb ist es mir wichtig, den Schulen eine besondere Anerkennung auszusprechen, die es schaffen, sich über diese Hindernisse hinwegzusetzen.

Warum ist es Ihrer Meinung nach so wichtig, dass sich die Schulen auf die Signets „Digitale Schule“ und/oder „MINT-freundliche Schule“ bewerben?

Die Bewerbung ist meiner Ansicht nach aus zwei Gründen wichtig: Auf der einen Seite werden bereits bestehende Angebote der Schule hervorgehoben und die Bemühungen anerkannt. Dazu kommt der Ausbau eines starken MINT-Netzwerks, das auch die Verbindung zwischen Schule und Wirtschaft intensiviert. Innovative Angebote an der Schule fördern die Attraktivität von MINT-Themen und machen sie für die Jugendlichen zugänglicher. Auf der anderen Seite gibt die Möglichkeit zur Bewerbung den Anstoß für Schulen, neue Angebote und Formate zu entwickeln, um die wichtigen Bereiche “MINT” und “Digitales” zu fördern. Vor allem im Bereich Digitales ist oft die Eigeninitiative der Schulen gefragt, um digitale Kompetenzen zu fördern. Die Bewerbung der Schulen sendet ein wichtiges Signal – an Eltern, Wirtschaft und Politik: Wir sehen das Potenzial und die Notwendigkeit von Veränderung und gehen diese an.

Wie schafft man es, mehr junge Menschen für mathematische – naturwissenschaftliche – technische Berufe zu begeistern?

Um die Begeisterung für technische Berufe zu wecken, muss besonders im Schulkontext zunächst das Interesse für MINT-Themen gesteigert werden. Dazu müssen Stereotype naturwissenschaftlicher Fächer und damit einhergehend der Branche abgebaut werden.
MINT muss nicht immer super kompliziert sein. MINT-Themen können fächerübergreifend vermittelt werden und zugänglicher gemacht werden, indem der Bezug zur Lebensrealität der Jugendlichen aufgezeigt wird. Als aktuelles und mittlerweile allseits bekanntes Thema fällt mir der Algorithmus ein. Durch Social Media ist der Begriff in aller Munde. Dass es sich dabei um ein komplexes, technologisches Thema handelt, ist inzwischen in den Hintergrund geraten. Integriert, bspw. in den Sozialkunde- oder Deutschunterricht, kann das Image und die Einstellung der Jugendlichen zu MINT-Themen und Berufe der Branche verändert und das Interesse gesteigert werden.

Was sind die Schwerpunkte Ihres persönlichen MINT-Engagements?

Als Projektleiterin bei einer Kommunikationsagentur mit Schwerpunkt Bildung setze ich mich für die Realisierung von Schulprojekten unter anderem in den Bereichen MINT-Förderung und Digital- bzw. Medienkompetenz ein. In Formaten wie Schulwettbewerben, Workshops oder Unterrichtsmaterialien bieten wir Schulen niederschwellige Möglichkeiten, MINT-Themen und Berufe attraktiv für Schülerinnen und Schüler zu machen, den richtigen Umgang mit bzw. den sinnvollen Einsatz von digitalen Medien zu vermitteln und das Bewusstsein für Risiken im Netz zu stärken.

Liebe Rebecca, vielen Dank für das schöne Gespräch.

Engagieren Sie sich bereits für mehr MINT in Deutschland?

Gehören Sie zu den Menschen, die Erfahrungen in MINT gemacht haben oder aktuell spannende Fragestellungen bearbeiten? Sind Sie bereit, diese Erfahrungen jungen Menschen zur Verfügung zu stellen, sie mit Ihren Entwicklungen zu begeistern? Werden Sie Teil des MINT-Botschafternetzwerks, helfen Sie jungen Menschen, sich für MINT zu entscheiden, als MINT-Botschafter*in.

Als Botschafter oder Botschafterin werben Sie durch ihre Aktivitäten authentisch für die MINT-Themen und engagieren sich für MINT-Bildung. Unternehmen können selbst Botschafter*innen bereitstellen oder sich im Rahmen von Workshops, Praktika, „Tag der offenen Tür“, Angebote zu Diskussionsabenden in Schulen u. v. m. engagieren. Mehr zu unserem MINT-Botschafternetzwerk finden Sie hier.

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