„Ich engagiere mich als MINT-Botschafter, weil ich junge Menschen durch kreatives Tüfteln und praxisnahe Zugänge dazu befähigen möchte, ihre Zukunft selbstbewusst mitzugestalten.“ Das Zitat stammt von MINT-Botschafter Stefan Koeck, Medienpädagoge, Maker Education & MINKT Medienwerkstatt Identity Films e.V. Stralsund. Er erzählt uns im Interview mehr über seine Motivation, sich ehrenamtlich für MINT einzubringen. Auch Sie können Teil des MINT-Botschafternetzwerks werden.
Warum engagieren Sie sich als MINT-Botschafter?
Ich engagiere mich als MINT-Botschafter, weil ich täglich sehe, welches Potenzial in kreativen und praxisnahen Zugängen zu MINT steckt. In meiner Arbeit verbinde ich Medienpädagogik mit Making, Coding, Robotik und digitalem Tüfteln – und erlebe, wie Kinder und Jugendliche dadurch Selbstwirksamkeit erfahren.
Mir geht es dabei nicht nur um Fachwissen, sondern um Teilhabe: MINT darf kein exklusiver Bereich sein. Gerade für junge Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen braucht es niedrigschwellige, begeisternde Zugänge. Als MINT-Botschafter möchte ich genau dazu beitragen – Brücken bauen zwischen Technik, Kreativität und gesellschaftlicher Verantwortung.
Wie schafft man es, mehr junge Menschen für mathematische – naturwissenschaftliche – technische Berufe zu begeistern?
Der Schlüssel liegt darin, MINT erlebbar zu machen. Klassische Vermittlung reicht oft nicht aus – entscheidend sind projektorientierte, kreative Formate. Wenn Kinder oder Jugendliche selbst programmieren, einen Roboter bauen oder tüfteln, entsteht ein ganz anderer Zugang.
Wichtig ist auch, an die Lebenswelt der jungen Menschen anzuknüpfen – zum Beispiel über Gaming, Social Media oder DIY-Kultur. Gleichzeitig brauchen wir Räume, in denen Fehler erlaubt sind und Lernen als Prozess verstanden wird. Begeisterung entsteht dort, wo junge Menschen merken: Ich kann das – und ich kann damit etwas gestalten.
Was sind die Schwerpunkte Ihres persönlichen MINT-Engagements?
Ein Schwerpunkt meines persönlichen Engagements liegt auf einem erweiterten MINT-Verständnis im Sinne von MINKT: Ich verbinde mathematische, informatische, naturwissenschaftliche und technische Bildung gezielt mit künstlerischen und kreativen Ansätzen. Mich interessiert besonders, wie Kinder und Jugendliche über Gestaltung, Tüfteln, Ausprobieren und eigene Ideen einen lebendigen Zugang zu technischen Themen finden können.
In meiner Arbeit spielen deshalb Maker Education, Robotik, Coding, Tüfteln und kreatives Problemlösen eine zentrale Rolle. Ich erlebe immer wieder, dass gerade die Verbindung von Technik und Kreativität Neugier weckt und Berührungsängste abbaut.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Qualifizierung von Fachkräften. Als Lernbegleiter und Referent unterstütze ich pädagogische Fachkräfte dabei, MINT- beziehungsweise MINKT-Themen praxisnah, niedrigschwellig und motivierend in ihre Bildungsarbeit zu integrieren. Darüber hinaus ist es mir wichtig, MINT immer auch im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Fragen wie Nachhaltigkeit, Teilhabe und digitaler Verantwortung zu denken.
Lieber Stefan Koeck, danke für das schöne Gespräch.

Gehören Sie zu den Menschen, die Erfahrungen in MINT gemacht haben oder aktuell spannende Fragestellungen bearbeiten? Sind Sie bereit, diese Erfahrungen jungen Menschen zur Verfügung zu stellen, sie mit Ihren Entwicklungen zu begeistern? Werden Sie Teil des MINT-Botschafternetzwerks, helfen Sie jungen Menschen, sich für MINT zu entscheiden, als MINT-Botschafter*in.
Als Botschafter oder Botschafterin werben Sie durch ihre Aktivitäten authentisch für die MINT-Themen und engagieren sich für MINT-Bildung. Unternehmen können selbst Botschafter*innen bereitstellen oder sich im Rahmen von Workshops, Praktika, „Tag der offenen Tür“, Angebote zu Diskussionsabenden in Schulen u. v. m. engagieren. Mehr zu unserem MINT-Botschafternetzwerk finden Sie hier
