Susanne Lettner ist seit April 2016 MINT-Botschafterin für die Initiative ‚MINT Zukunft schaffen!‘ und sie ist außerdem Jury-Mitglied für die beiden Signets ‚MINT-freundliche Schule‘ und ‚Digitale Schule’. Seit Jahren engagiert sie sich aktiv für den Praxistransfer und die Wissensvermittlung im MINT-Bereich und ist bei „MINT Zukunft schaffen!“ als „Leiterin Marketing und Kommunikation“ tätig. Im Interview erzählt sie mehr über ihre Motivation, sich als MINT-Botschafterin zu engagieren.

Susanne, warum engagierst Du Dich als MINT-Botschafterin?

Susanne Lettner: Die Aktivitäten und Förderungsprogramme von ‚MINT Zukunft schaffen!‘ sind wichtig und nachhaltig, daher unterstütze ich gerne die Initiative als MINT-Botschafterin. Denn ‚MINT Zukunft schaffen!‘ hilft Schüler*innen, Azubis und Studenten*innen sich an den MINT-Bereich heranzutrauen und macht sie auf einen attraktiven Arbeitsplatz z.B. in der Wirtschaft oder Forschung aufmerksam. Wir brauchen Mädchen und Jungen, die sich mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gerne beschäftigen und auskennen. Sie sind unsere Zukunft und für den Technologiestandort Deutschland als gut ausgebildete Fachkräfte, kreative Ideengeber und Innovatoren essenziell.

Was mir auch gut gefällt ist, dass ich mich als MINT-Botschafterin aktiv im Netzwerk von ‚MINT Zukunft schaffen!‘ einbringen kann, wie durch meine Tätigkeit als Jury-Mitglied für die beiden Signets ‚MINT-freundliche Schule‘ und ‚Digitale Schule’. Durch unseren internen Messenger Mattermost kann ich mich gut mit anderen MINT-Botschafter*innen und MINT-Aktiven vernetzen, um mich so über aktuelle Projekte und Events auszutauschen und gemeinsame Aktivitäten im MINT-Bereich anzustoßen.

Wie schafft man es, mehr junge Menschen für mathematische – naturwissenschaftliche – technische Berufe zu begeistern?

Susanne Lettner: Exkursionen oder Vorträge bei Schulen/Hochschulen sind eine gute Möglichkeit, das Interesse bei jungen Menschen zu wecken und den ersten Kontakt aufzubauen. Meine Erfahrung im Forschungsbereich und in der Wirtschaft hat gezeigt, bei MINT-Events z.B. beim Girls’Day oder Karriere-Infotagen möglichst verschiedene Programmpunkte einzuplanen und ein abwechslungsreiches Programm zu bieten – wie eine Führung durch das Unternehmen, eine Diskussionsrunde und auch einen praktischen Teil. In der Diskussionsrunde können die Teilnehmer*innen viele Fragen stellen und die Arbeitnehmer*innen berichten authentisch von ihrem Berufsweg und ihrem Arbeitsalltag, z.B. welche Herausforderungen es gibt und an welchen spannenden Projekten sie gerade arbeiten. Gut kommt auch immer der praktische Teil an, bei dem die Teilnehmer*innen selbst aktiv werden dürfen.

Neben Berufsinfo-Veranstaltungen sind auch Praktika (für Schüler/Studenten), Abschlussarbeiten (Bachelor/Master) oder Duale Studien eine gute Möglichkeit, junge Talente für MINT zu begeistern und ihnen ganz automatisch den Arbeitsplatz im MINT-Bereich näher zu bringen.

Damit der Austausch überhaupt zustande kommt, ist eine gute Zusammenarbeit von Arbeitgebern und Schulen/Hochschulen Grundvoraussetzung. Arbeitgeber und Bildungseinrichtungen sollten sich partnerschaftlich begegnen, denn von der Zusammenarbeit profitieren beide Seiten nachhaltig.

Was sind die Schwerpunkte Deines persönlichen MINT-Engagements?

Susanne Lettner: Durch mein persönliches MINT-Engagement versuche ich, junge Menschen, insbesondere Mädchen und junge Frauen zu ermutigen, sich für den MINT-Bereich zu entscheiden. Um ein positives Image für den MINT-Bereich zu erreichen, helfen gute Beispiele aus der Praxis. Berichterstattungen in den Medien können zeigen, dass ein Arbeitsplatz im MINT-Bereich kreativ und abwechslungsreich ist. Das ermöglichen Präsentationen über herausragende, innovative Projekte oder Vorstellungen von Personen, die authentisch ihre Berufstätigkeit vorstellen. Gerade auch zu zeigen, dass Frauen im MINT-Bereich aktiv vertreten sind, hilft Mädchen, sich selbstbewusst für diesen Bereich zu entscheiden. Ein Umdenken in der Öffentlichkeit tritt ein, wenn gute Beispiele bekannt sind. Glaubwürdige Informationen bauen Klischees ab.

Liebe Susanne, vielen herzlichen Dank für das Gespräch.

Engagieren Sie sich bereits für mehr MINT in Deutschland?

Gehören Sie zu den Menschen, die Erfahrungen in MINT gemacht haben oder aktuell spannende Fragestellungen bearbeiten? Sind Sie bereit, diese Erfahrungen jungen Menschen zur Verfügung zu stellen, sie mit Ihren Entwicklungen zu begeistern? Werden Sie Teil des MINT-Botschafternetzwerks, helfen Sie jungen Menschen, sich für MINT zu entscheiden, als MINT-Botschafter*in.

Als Botschafter oder Botschafterin werben Sie durch ihre Aktivitäten authentisch für die MINT-Themen und engagieren sich für MINT-Bildung. Unternehmen können selbst Botschafter*innen bereitstellen oder sich im Rahmen von Workshops, Praktika, „Tag der offenen Tür“, Angebote zu Diskussionsabenden in Schulen u. v. m. engagieren. Mehr zu unserem MINT-Botschafternetzwerk finden Sie hier.

Start Bewerbungsphase Signets Schulen 2024

Bis Ende Mai 2024 ist es für alle Schulen wieder möglich, sich als “MINT-freundliche Schule” zu bewerben. Gleichzeitig startet auch die Bewerbungsphase für das Signet „Digitale Schule“. Zu beiden Signets haben wir für Sie die Informationen hier zusammengefasst.

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