„Ich möchte junge Menschen dafür begeistern, mit Neugier, Kreativität und wissenschaftlichem Denken die Lösungen für die Zukunft zu entwickeln.“ Das Zitat stammt von MINT-Botschafterin Stefanie Arnold, Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Postdoktorandin), Fachgebiete Chemie, Nachhaltige Energiespeicher und innovative Materialien an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken. Sie erzählt uns im Interview mehr über ihre Motivation, sich ehrenamtlich für MINT einzubringen. Auch Sie können Teil des MINT-Botschafternetzwerks werden.
Warum engagieren Sie sich als MINT-Botschafterin?
Mich begeistert die Möglichkeit, mit Wissenschaft und Technik Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln. Gerade in der Forschung an nachhaltigen Energiespeichern und innovativen Materialien wird deutlich, wie eng naturwissenschaftliche Grundlagen mit unserem Alltag und unserer Zukunft verbunden sind. Als MINT-Botschafterin möchte ich diese Begeisterung weitergeben und jungen Menschen zeigen, wie vielseitig, kreativ und gesellschaftlich relevant MINT-Berufe sind. Mir ist wichtig, Hemmschwellen abzubauen und zu vermitteln, dass es nicht darum geht, von Anfang an alles zu können, sondern neugierig zu sein, Fragen zu stellen und eigene Ideen zu entwickeln.
Wie schafft man es, mehr junge Menschen für mathematische – naturwissenschaftliche – technische Berufe zu begeistern?
Indem man MINT erlebbar macht und den Bezug zum Alltag herstellt. Themen wie Batterien, erneuerbare Energien oder Recycling zeigen, dass Mathematik, Naturwissenschaften und Technik keine abstrakten Schulfächer sind, sondern konkrete Möglichkeiten bieten, unsere Zukunft mitzugestalten. Dabei sollten junge Menschen selbst experimentieren, Dinge hinterfragen und eigene Lösungsansätze ausprobieren können. Ebenso wichtig sind authentische Vorbilder, die unterschiedliche Karrierewege aufzeigen und deutlich machen, dass es nicht den einen richtigen Weg in die Wissenschaft gibt. Wir sollten Neugier fördern, Fehler als Teil des Lernprozesses begreifen und junge Menschen ermutigen, sich auch an komplexe Fragestellungen heranzuwagen.
Was sind die Schwerpunkte Ihres persönlichen MINT-Engagements?
Mein persönliches Engagement ist eng mit meiner wissenschaftlichen Arbeit im Bereich nachhaltiger Energiespeicher und innovativer Materialien verbunden. Ich beschäftige mich damit, wie wir leistungsfähige Speichertechnologien entwickeln, kritische Rohstoffe schonen und Materialkreisläufe besser schließen können. Diese Themen möchte ich verständlich vermitteln und zeigen, wie Forschung dazu beitragen kann, gesellschaftliche Herausforderungen zu lösen. Besonders wichtig ist mir, junge Menschen früh für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Das tue ich vor allem im Austausch mit Schülerinnen und Schülern sowie in Vorlesungen und Praktika an der Universität. Gleichzeitig ist es mir ein Anliegen, auch Studierende und Promovierende in unserem Arbeitskreis für wissenschaftliches Arbeiten zu begeistern, sie bei ihrer fachlichen Entwicklung zu unterstützen und sie zu ermutigen, eigene Ideen zu verfolgen. Dabei möchte ich Neugier wecken, Fragen fördern und zeigen, dass Wissenschaft nicht nur aus fertigen Antworten besteht, sondern vor allem davon lebt, Dinge zu hinterfragen, neue Wege auszuprobieren und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Denn ich bin überzeugt, dass wir junge Menschen am besten für MINT gewinnen, wenn wir ihnen die Möglichkeit geben, selbst zu entdecken, mitzugestalten und ihre eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln.
Liebe Stefanie Arnold, danke für das schöne Gespräch.

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