Was muss sich ändern, damit Mädchen und Frauen nachhaltig für MINT-Berufe gewonnen werden? Dieser Frage hat sich eine Arbeitsgruppe des Nationalen MINT Forums gewidmet und in einem Positionspapier Handlungsempfehlungen entlang der Bildungsabschnitte und -übergänge skizziert. Betrachtet wurden die frühe Kindheit, die Schulzeit, die außerschulischen MINT-Aktivitäten, die Übergänge in die berufliche MINT-Ausbildung bzw. ins MINT-Studium bis hin zum MINT-Beruf.
Kürzlich wurde das Positionspapier der Öffentlichkeit vorgestellt und mit Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert. Das Thema ist auf großes Interesse gestoßen. Die Arbeitsgruppe des Nationalen MINT Forums erreichten viele Rückmeldungen und auch medial wurde über das Thema berichtet. Aus diesem Grund bietet nun das Nationale MINT Forum gemeinsam mit MINTvernetzt ein Informations- und Austauschformat an, um mit der Community der MINT-Bildungsanbieter*innen ins Gespräch kommen und diskutieren, wie die Handlungsempfehlungen in den MINT-Angeboten optimal umgesetzt werden können.
Für die Anmeldung ist eine Registrierung auf der MINT vernetzt Plattform nötig.

Bessere Aufklärung vor einem MINT-Studium. Insbesondere im Bereich der Naturwissenschaften sollte darauf hingewiesen werden, dass es sich hierbei um ein eine „Grundlagenausbildung“ handelt. Die Naturwissenschaften bilden nicht auf ein Berufsbild hin aus, so dass die Absolventinnen für die Arbeitgeber fast immer nicht sehr attraktiv sind. Wer seine Abschlussarbeit nicht in einem industrienahen Bereich gefertigt hat, hat kaum Chancen einen Job zu bekommen. Für die Arbeitgeber handelt es sich hierbei um einen „Mismatch“. Darüber hinaus ist die internationale Konkurrenz sehr groß, da die Arbeitgeber vor allem nach bereits berufserfahrenen Arbeitskräften Ausschau halten.
Hat man rechtzeitig dieses Wissen über den Arbeitsmarkt, kann man sich im Studium entsprechend darauf vorbereiten oder alternativ eine persönlich geeignetere Ausbildung wählen, wo der Berufseinstieg leichter ist.
Jede Frau, die nach dem Studium keinen Job bekommt, ist eine arbeitslose Frau zu viel!
Nach einer Studie schaffen 44% aller Frauen nach einem MINT-Studium nicht den Übergang in eine Anstellung. Dieses erschütternde Tatsache, wird leider stets verschwiegen. Das Ergebnis: Arbeitslosigkeit , Frustration, Enttäuschung und Altersarmut.
Der Kommentar hätte von mir stammen können. Wann ändert sich etwas?