„Als Jury-Mitglied bei MINT Zukunft schaffen sehe ich, mit wie viel Einsatz Schulen Kinder und Jugendliche für Zukunftsthemen begeistern. Über 1.000 Bewerbungen dieses Jahr zeigen: MINT macht Schule – in Baden-Württemberg und bundesweit.“ Das Zitat stammt vom MINT-Botschafter Dr. Wolfgang Holtkamp, Dozent für Amerikanische Literatur und Kultur und Senior Advisor International Affairs an der Universität Stuttgart. Er erzählt uns im Interview mehr über seine Motivation, sich ehrenamtlich für MINT einzubringen und dass mit der technischen Orientierung oft auch eine gesellschaftliche Verantwortung angesprochen wird.
Warum engagieren Sie sich als MINT-Botschafter?
Wir reden viel über Chancen und Risiken neuer Technologien in der Gesellschaft. Ich denke, beide Bereiche gehören zusammen. Schon als Schüler habe ich Science-Fiction-Werke gelesen. Dabei ist mir aufgefallen, dass mit der technischen Orientierung oft auch eine gesellschaftliche Verantwortung angesprochen wird. Um das Verständnis für beides zu fördern, sind interdisziplinäre MINT-Projekte an Bildungseinrichtungen bestens geeignet.
Wie schafft man es, mehr junge Menschen für mathematische – naturwissenschaftliche – technische Berufe zu begeistern?
Zum Beispiel durch das Ansprechen der technischen Motivation junger Menschen. Bei einem Besuch an der University of Michigan habe ich erlebt, wie alle Studierenden des Faches Robotics am ersten Tag ihres ersten Semesters eine Box erhalten haben. Darin enthalten war das Modell einer Drohne. Ab diesem Tag 1 war es die Aufgabe der Studierenden, das Drohnen-Modell im Laufe ihres Studiums neben ihren Kursen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Alle hielten ihre Boxen begeistert in den Armen und gingen damit über den Campus. Sie waren damit sichtbar für jeden. Sie fühlten sich direkt angesprochen. Sie wurden vom ersten Tag ihres Studiums an in die Gemeinschaft der Forschenden aufgenommen. Sie waren begeistert! Bezogen auf Schulen in Deutschland könnte es vielleicht auch (noch mehr) Angebote in diese Richtung geben.
Was sind die Schwerpunkte Ihres persönlichen MINT-Engagements?
Als Geisteswissenschaftler arbeite ich an einer Universität mit vorwiegend technischen und naturwissenschaftlichen Fächern. Dabei erlebe ich ein hohes Maß an Interdisziplinarität, die in Lehre und Forschung umgesetzt wird. Als Senior Advisor International Affairs nutze ich darüber hinaus die Möglichkeit, bei Partnerinstitutionen im Ausland über MINT-Aktivitäten zu berichten und auf internationalen Bildungsmessen in Gesprächen und Vorträgen auf MINT-Aktivitäten hinzuweisen.
Lieber Wolfgang Holtkamp, danke für das schöne Gespräch.

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