„Ich engagiere mich als MINT-Botschafter, weil ich junge Menschen für Technik begeistern und zeigen möchte, dass jeder mit Neugier und Motivation seinen Weg in den MINT-Berufen finden kann.“ Das Zitat stammt vom MINT-Botschafter Reda Koubaa, Student für Wirtschaftsingenieurwesen für Elektrotechnik an der TU Darmstadt. Er erzählt uns im Interview mehr über seine Motivation, sich ehrenamtlich für MINT einzubringen. Auch Sie können Teil des MINT-Botschafternetzwerks werden.
Warum engagieren Sie sich als MINT-Botschafter?
Ich habe mich grundsätzlich dazu entschieden, mich als MINT-Botschafter zu engagieren, da diese Arbeit sehr viel Selbstständigkeit, Flexibilität und Entfaltungsmöglichkeiten mit den endlichen Angeboten bietet. Der eigentliche überzeugende Grund, weshalb ich mich als MINT-Botschafter engagiert habe, ist, dass das Engagement nicht eine reine Tätigkeit ist, sondern dass es unzählige Möglichkeiten gibt und man dabei so kreativ wie möglich sein darf. Das finde ich wichtig, weil man meiner Meinung nur so sein Potenzial weiterentwickelt und dabei sein Horizont erweitert. Als Immigrationskind zweiter Generation, das aus sehr einfachen Verhältnissen stammt, bin ich überzeugt davon, eine passende Expertise für die Werte zu sein, für die diese Organisation steht.
Wie schafft man es, mehr junge Menschen für mathematische – naturwissenschaftliche – technische Berufe zu begeistern?
Speziell junge Leute, die sich noch in der Sekundarstufe befinden, erreicht man am besten, indem man ihnen die Endprodukte von MINT zeigt. Sei es die Wichtigkeit in unserer Gesellschaft, den Erhalt unserer Umwelt durch MINT oder die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten, so dass man den Eindruck erweckt, dass MINT ein alltäglicher Bestandsteil in sehr vielen Abschnitten unseres Lebens und unserer Gesellschaft ist. Am besten erweckt man das Interesse gerade von jungen Leuten durch Erfolgsgeschichten von Persönlichkeiten, die es von unten bis ganz oben geschafft zu haben, damit das Selbstvertrauen bei möglichst jeden da ist. Ebenfalls finde ich das Experimentieren bzw. praxisnahe Beispiele eine Schlüsselmethode, um gerade junge Leute abzuholen, indem sie herausgefordert werden durch Versuche und was Handfestes sehen. Das sorgt dafür, dass man schnell erkennt, in welchem Bereich von MINT das Kind affin ist, denn Fakt ist, dass jeder junge Mensch eine Fertigkeit besitzt für MINT.
Was sind die Schwerpunkte Ihres persönlichen MINT-Engagements?
Mein Schwerpunkt wäre die Aufklärungsarbeit in Schulen, die noch nicht auf den aller neusten Stand der Technik ist, damit da auch Wind von neuer Innovation und Perspektive weht. Die Aufklärungsarbeit beinhaltet meiner Meinung nach auch das individuelle Fördern von Talenten in Form einer Gruppe. Ebenso auch das Eröffnen einer Gruppe für Schüler:innen, die Interesse und Willen haben, aber durch soziale Hindernisse benachteiligt sind.
Lieber Reda Koubaa, danke für das schöne Gespräch.

Gehören Sie zu den Menschen, die Erfahrungen in MINT gemacht haben oder aktuell spannende Fragestellungen bearbeiten? Sind Sie bereit, diese Erfahrungen jungen Menschen zur Verfügung zu stellen, sie mit Ihren Entwicklungen zu begeistern? Werden Sie Teil des MINT-Botschafternetzwerks, helfen Sie jungen Menschen, sich für MINT zu entscheiden, als MINT-Botschafter*in.
Als Botschafter oder Botschafterin werben Sie durch ihre Aktivitäten authentisch für die MINT-Themen und engagieren sich für MINT-Bildung. Unternehmen können selbst Botschafter*innen bereitstellen oder sich im Rahmen von Workshops, Praktika, „Tag der offenen Tür“, Angebote zu Diskussionsabenden in Schulen u. v. m. engagieren. Mehr zu unserem MINT-Botschafternetzwerk finden Sie hier
