Pauline Friederike Diebenbusch engagiert sich als MINT-Botschafterin für MINT. Pauline ist Coordinator Corporate Communication and Public Relations bei Pininfarina Deutschland GmbH  und erzählt uns im Interview mehr über ihre Motivation, sich ehrenamtlich bei uns einzubringen. Engagieren Sie sich auch für mehr MINT in Deutschland? Machen Sie mit und werden Sie Teil des MINT-Botschafternetzwerks als MINT-Botschafter*in.

Warum engagieren Sie sich als MINT-Botschafterin?

Ich engagiere mich als MINT-Botschafterin, weil ich davon überzeugt bin, dass MINT-Berufe eine entscheidende Rolle für die Zukunft unserer Gesellschaft spielen. In meinem Arbeitsalltag erlebe ich täglich die Bedeutung technischer Innovationen und deren Einfluss auf Bereiche wie Nachhaltigkeit, Mobilität und Digitalisierung. Obwohl ich ursprünglich keinen technischen Hintergrund hatte und in der Schule wenig Zugang zu diesen Themen fand, habe ich durch meine Arbeit in der Automobilbranche und mein ehrenamtliches Engagement im Deutschen Museum zunehmend mein Interesse für MINT-Themen entdeckt. Heute erkenne ich die Relevanz dieser Disziplinen und ihre Bedeutung für Innovationen, die zur Lösung drängender gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen.
Diese Bereiche sind jedoch auch heute nach wie vor von einer homogenen, männerdominierten Perspektive geprägt. Dennoch ist ein Wandel spürbar: Immer mehr Menschen aus unterschiedlichen Hintergründen, insbesondere Frauen und andere unterrepräsentierte Gruppen, bereichern diese Bereiche durch andere Sichtweisen und bringen neue Ideen und Innovationen ein. Dieser Wandel ist nicht nur wichtig, um die MINT-Welt zugänglicher zu machen, sondern auch, um den Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu begegnen. Mein Ziel als MINT-Botschafterin ist es, diesen Wandel zu unterstützen und das Interesse an MINT-Berufen für alle zu fördern – besonders für junge Frauen, denen ich zeigen möchte, dass sie in dieser Branche eine bedeutende Rolle spielen können.

Wie schafft man es, mehr junge Menschen für mathematische – naturwissenschaftliche – technische Berufe zu begeistern?

Um mehr junge Menschen für MINT-Berufe zu begeistern, ist es entscheidend, frühzeitig das Interesse für diese Themen zu wecken und konkrete Praxisbezüge herzustellen. Die Arbeit mit Kindern im Deutschen Museum hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, Perspektiven zu erweitern und wie durch praktische Erfahrungen auch komplexe technische Themen greifbar gemacht werden können, um das Interesse weiter zu entfachen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Zugang zu Vorbildern: In der Automobilbranche und in anderen technischen Bereichen sind viele Sektoren nach wie vor von Männern dominiert. Daher ist es gerade für junge Frauen entscheidend, die Sichtbarkeit erfolgreicher Frauen und anderer Diversitätsaspekte zu fördern, um zu zeigen, dass Technik und Naturwissenschaften für alle zugänglich sind.

Darüber hinaus müssen wir gesellschaftliche Vorurteile abbauen und den jungen Menschen die Botschaft vermitteln, dass sie auch ohne klassischen technischen Hintergrund in diese Branchen einsteigen können. Es geht darum, den Zugang hierzu offen zu halten und die Vielfalt der Perspektiven zu fördern, um bessere Ergebnisse zu erzielen, Herausforderungen zu meistern und Innovation voranzutreiben.

Was sind die Schwerpunkte Ihres persönlichen MINT-Engagements?

Mein Engagement konzentriert sich auf zwei wesentliche Bereiche. Zum einen engagiere ich mich in der Wissenschaftskommunikation, insbesondere durch meine ehrenamtliche Tätigkeit im Deutschen Museum. Dabei lege ich besonderen Wert darauf, MINT-Inhalte für junge Menschen greifbar zu machen. Ein entscheidender Aspekt ist, die Faszination für MINT-Themen nachvollziehbar zu vermitteln und frühzeitig Begeisterung für naturwissenschaftliche und technische Themen zu wecken.

Zum anderen setze ich mich für die Förderung von Frauen in der Automobilbranche ein. Besonders am Herzen liegt mir hier die Initiative „More Perspectives – Inspiring Women for the Automotive Industry“. Sie fördert den Austausch zwischen Frauen in der Automobilbranche und zeigt jungen Mädchen die Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten, die ihnen in dieser Branche offenstehen – und dass technische Berufe für sie ebenso zugänglich sind wie für ihre männlichen Kollegen.

Ich sehe meine Aufgabe auch darin, die Schnittstelle zwischen MINT und der breiten Öffentlichkeit weiter zu stärken und die Begeisterung hierfür greifbar zu machen. Mein Ziel ist es, Berührungsängste abzubauen und Perspektiven aufzuzeigen, sodass mehr junge Menschen, insbesondere Frauen, sich für Zukunftstechnologien interessieren und Teil dieser spannenden und zukunftsweisenden Themen werden.

Liebe Pauline Diebenbusch, danke für das schöne Gespräch.

Gehören Sie zu den Menschen, die Erfahrungen in MINT gemacht haben oder aktuell spannende Fragestellungen bearbeiten? Sind Sie bereit, diese Erfahrungen jungen Menschen zur Verfügung zu stellen, sie mit Ihren Entwicklungen zu begeistern? Werden Sie Teil des MINT-Botschafternetzwerks, helfen Sie jungen Menschen, sich für MINT zu entscheiden, als MINT-Botschafter*in.

Als Botschafter oder Botschafterin werben Sie durch ihre Aktivitäten authentisch für die MINT-Themen und engagieren sich für MINT-Bildung. Unternehmen können selbst Botschafter*innen bereitstellen oder sich im Rahmen von Workshops, Praktika, „Tag der offenen Tür“, Angebote zu Diskussionsabenden in Schulen u. v. m. engagieren. Mehr zu unserem MINT-Botschafternetzwerk finden Sie hier

Ein Kommentar zu „MINT-Botschafterin Pauline Friederike Diebenbusch  im Interview

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.