Joachim Worf engagiert sich als MINT-Botschafter für „MINT Zukunft schaffen!“ und ist seit zehn Jahren Juror für die beiden Signets „MINT-freundliche Schule“ und „Digitale Schule“. Im Interview erzählt Joachim mehr über seine Motivation sich als MINT-Botschafter einzubringen.

Joachim, warum engagierst Du Dich als MINT-Botschafter?

Joachim: Ich habe einige Jahre das Academic Alliance Programm der EMC (jetzt Dell) in EMEA geleitet und damit viel Berührungspunkte mit Schulen und Hochschulen gehabt. Außerdem habe ich persönlich über die Schule meines Sohnes die Erfahrung gemacht, dass das Thema MINT (und dabei insbesondere das “I”) oftmals nur geringe Bedeutung zugemessen bekommt – schlichtweg, da das Lehrpersonal sich nicht als ausreichend qualifiziert ansieht. Ich bin froh, dass mein Arbeitgeber jedem Mitarbeiter die Freiheit gibt, sich für Bildung und soziale Themen einzusetzen. Dies mache ich neben meiner ehrenamtlichen Tätigkeit als MINT-Botschafter, auch als Juror der Auszeichnung “delina” und als Vorstandsmitglied der “Computer Education Management Association”.

Wie schafft man es, mehr junge Menschen für mathematische – naturwissenschaftliche – technische Berufe zu begeistern?

An erster Stelle steht ein interessierter Lehrer oder ein Elternteil, dass die Begeisterung für MINT lebt und fördert. Neben gezielten Maßnahmen können Wettbewerbe und frei zugängliche Veranstaltungen im Bereich Wissenschaft und Technik die Begeisterung steigern. Kreative und praxisorientierte Herangehensweisen im Schulalltag können außerdem auf potentielle Berufsbilder aufmerksam machen.

Was sind die Schwerpunkte Deines persönlichen MINT-Engagements?

Meine Schwerpunkte variieren von Jahr zu Jahr und richten sich nach dem entsprechenden Bedarf. Ich versuche, meine Erfahrungen und Kenntnisse, sowie mein Netzwerk dort beizusteuern, wo sie benötigt werden.

Du unterstützt uns als Jury-Mitglied. Warum ist es Deiner Meinung nach so wichtig, dass sich die Schulen auf die Signets „Digitale Schule“ und/oder „MINT-freundliche Schule“ bewerben?

Die Signets “Digitale Schule” und/oder “MINT-freundliche Schule” unterstützen die Öffentlichkeitsarbeit der Schulen und sind zugleich auch eine wiederkehrende Wasserstandsmeldung, wo man sich auf dem Weg der eigenen digitalen Transformation befindet. Viele Schulen, die sich in den zurückliegenden Jahren beworben haben, berichten über die positiven Rückmeldungen aus Lehrer- und Elternschaft. Ich persönlich kann nur jeder Schule empfehlen, sich für eines oder beide Signets zu bewerben. Alleine das Ausfüllen der Bewerbung kann bereits Anstoß für neue Ideen und neue Ansätze sein.

Joachim, vielen herzlichen Dank für das Gespräch.

Engagieren Sie sich bereits für mehr MINT in Deutschland?

Gehören Sie zu den Menschen, die Erfahrungen in MINT gemacht haben oder aktuell spannende Fragestellungen bearbeiten? Sind Sie bereit, diese Erfahrungen jungen Menschen zur Verfügung zu stellen, sie mit Ihren Entwicklungen zu begeistern? Werden Sie Teil des MINT-Botschafternetzwerks, helfen Sie jungen Menschen, sich für MINT zu entscheiden, als MINT-Botschafter*in.

Als Botschafter oder Botschafterin werben Sie durch ihre Aktivitäten authentisch für die MINT-Themen und engagieren sich für MINT-Bildung. Unternehmen können selbst Botschafter*innen bereitstellen oder sich im Rahmen von Workshops, Praktika, „Tag der offenen Tür“, Angebote zu Diskussionsabenden in Schulen u. v. m. engagieren. Mehr zu unserem MINT-Botschafternetzwerk finden Sie hier.

Start Bewerbungsphase Signets Schulen 2024

Bis Ende Mai 2024 ist es für alle Schulen wieder möglich, sich als “MINT-freundliche Schule” zu bewerben. Gleichzeitig startet auch die Bewerbungsphase für das Signet „Digitale Schule“. Zu beiden Signets haben wir für Sie die Informationen hier zusammengefasst.

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