„Ich engagiere mich für MINT, weil in jungen Menschen die Helden von morgen stecken: Menschen, die mit Wissen, Kreativität und Mut unsere Zukunft gestalten.“ Das Zitat stammt von MINT-Botschafter Prof. Dr.-Ing. Christian Köhler, Professor für Wirtschaftsingenieurwesen, Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar), Saarbrücken. Er erzählt uns im Interview mehr über seine Motivation, sich ehrenamtlich für MINT einzubringen. Auch Sie können Teil des MINT-Botschafternetzwerks werden.

Warum engagieren Sie sich als MINT-Botschafter?

Ich engagiere mich als MINT-Botschafter, weil MINT-Berufe Zukunft gestalten. Ob Klimaschutz, Produktion, KI, Digitalisierung, Gesundheit oder Energieversorgung: Für viele der großen technologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen brauchen wir Menschen, die Lösungen nicht nur einfordern, sondern sie entwickeln und umsetzen. MINT ist für mich deshalb weit mehr als Mathematik, Naturwissenschaft und Technik. Es bedeutet, neugierig zu sein, Zusammenhänge zu verstehen und Gestaltungsspielräume aktiv zu nutzen. Ich selbst liebe meinen Beruf mit all seinen Möglichkeiten. Diese Begeisterung möchte ich weitergeben und jungen Menschen zeigen: Ihr könnt mit eurem Wissen und euren Ideen ganz konkret etwas bewegen.

Wie schafft man es, mehr junge Menschen für mathematische – naturwissenschaftliche – technische Berufe zu begeistern?

Für mich beginnt Begeisterung mit Emotion und persönlichen Geschichten. Ich selbst bin Ingenieur geworden, weil mein Onkel so spannend von technischen Lösungen erzählen konnte – und davon, wie sie Menschen helfen oder Probleme lösen. Das waren für mich echte Heldengeschichten. Technik war dadurch nicht abstrakt, sondern etwas, das Wirkung entfaltet.
Wir sollten MINT daher weniger als Sammlung schwieriger Schulfächer vermitteln, sondern stärker als Möglichkeit, die Welt mitzugestalten. Junge Menschen können so verstehen, wofür sie etwas lernen und welchen Unterschied sie damit machen können. Wenn sie erleben, dass Technik zum Beispiel Ressourcen schont, Menschen unterstützt, Mobilität verbessert oder neue Ideen Wirklichkeit werden lässt, entsteht ein anderer Zugang.
Gleichzeitig brauchen sie Vorbilder, praktische Erfahrungen und die Ermutigung, sich auch an anspruchsvolle Themen heranzuwagen. Wichtig ist dabei ein positives und realistisches Bild von Technologie: Sie ist nicht automatisch die Lösung für alles, aber sie ist ein wichtiges Werkzeug, um unsere Herausforderungen verantwortungsvoll anzugehen.

Was sind die Schwerpunkte Ihres persönlichen MINT-Engagements?

Neben der Hochschullehre liegt mein Schwerpunkt im persönlichen Gespräch, besonders in der Phase der Berufsorientierung. Gerade dann stellen sich viele junge Menschen die Frage: Was passt zu mir, was kann ich gut und welchen Weg möchte ich einschlagen? Ich möchte ihnen einen möglichst ehrlichen Einblick geben: in die Vielfalt der MINT-Berufe, in typische Arbeitsweisen, aber auch in die Entwicklungs- und Gestaltungsmöglichkeiten, die damit verbunden sind.
Wenn sich die Gelegenheit ergibt, engagiere ich mich auch direkt in Schulen oder bei Veranstaltungen. Gemeinsam mit meinem Team haben wir uns in den vergangenen Jahren immer wieder an Schulaktionen, Digitaltagen und ähnlichen Aktivitäten beteiligt. Mir ist dabei wichtig, MINT nicht nur zu erklären, sondern erlebbar zu machen – durch konkrete Beispiele, Fragen aus dem Alltag und den Austausch auf Augenhöhe.

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Lieber Christian Köhler, danke für das schöne Gespräch.


Gruppe von Menschen, die sich bei einem MINT-Botschafter-Event versammelt haben, während sie in die Kamera winken und lächeln. Neben ihnen steht ein Banner mit der Aufforderung, MINT-Botschafter*in zu werden.

Gehören Sie zu den Menschen, die Erfahrungen in MINT gemacht haben oder aktuell spannende Fragestellungen bearbeiten? Sind Sie bereit, diese Erfahrungen jungen Menschen zur Verfügung zu stellen, sie mit Ihren Entwicklungen zu begeistern? Werden Sie Teil des MINT-Botschafternetzwerks, helfen Sie jungen Menschen, sich für MINT zu entscheiden, als MINT-Botschafter*in.

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