„Ich engagiere mich für MINT, weil Zukunft dort entsteht, wo Unternehmen Talente fördern, Begeisterung wecken und als MINT-minded Companies sichtbar Verantwortung für Zukunftsfähigkeit, Innovation und Chancengerechtigkeit übernehmen.“ Das Zitat stammt von MINT-Botschafterin Rowena Sandner, Hochschulkommunikation, Projektleiterin MINT-minded Companies (MMCs) & MINT-Awards, CSR Gesellschaft, Nürnberg. Sie erzählt uns im Interview mehr über ihre Motivation, sich ehrenamtlich für MINT einzubringen. Auch Sie können Teil des MINT-Botschafternetzwerks werden.
Warum engagieren Sie sich als MINT-Botschafterin?
Ich engagiere mich als MINT-Botschafterin, weil MINT weit mehr ist als eine Sammlung technischer oder naturwissenschaftlicher Fächer. MINT prägt unsere Zukunft: von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz über Klimaschutz bis hin zu neuen Formen des Arbeitens und Lernens.
Als Geisteswissenschaftlerin ist es mir besonders wichtig, Brücken zu bauen: zwischen Technik und Gesellschaft, Unternehmen und jungen Talenten, wissenschaftlicher Exzellenz und verständlicher Kommunikation. MINT braucht nicht nur Fachwissen, sondern auch Orientierung, Verantwortung und die Fähigkeit, komplexe Entwicklungen einzuordnen.
Mit den MINT-minded Companies möchten wir sichtbar machen, welche Arbeitgeber sich ernsthaft für MINT-Talente engagieren und damit einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unseres Landes leisten.
Wie schafft man es, mehr junge Menschen für mathematische – naturwissenschaftliche – technische Berufe zu begeistern?
Junge Menschen lassen sich vor allem dann für MINT begeistern, wenn sie verstehen, wofür ihr Wissen gebraucht wird. MINT sollte nicht abstrakt bleiben, sondern mit konkreten Zukunftsfragen verbunden werden: Wie entwickeln wir nachhaltige Technologien? Wie nutzen wir KI verantwortungsvoll? Wie gestalten wir sichere, faire und innovative Arbeitswelten?
Wichtig sind außerdem Vorbilder, praktische Einblicke und echte Begegnungen mit Unternehmen, Hochschulen und Menschen, die in MINT-Berufen arbeiten. Begeisterung entsteht dort, wo junge Menschen merken: MINT ist kreativ, gesellschaftlich relevant und bietet vielfältige berufliche Perspektiven.
Was sind die Schwerpunkte Ihres persönlichen MINT-Engagements?
Mein persönlicher Schwerpunkt liegt auf der Sichtbarmachung und Vermittlung von MINT-Engagement. Ich möchte Unternehmen, Hochschulen und junge Talente zusammenbringen und zeigen, wo MINT-Förderung bereits erfolgreich gelebt wird.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den MINT-minded Companies: Unternehmen, die MINT-Fachkräfte gewinnen, ausbilden und fördern, verdienen Aufmerksamkeit. Uns ist es wichtig, dieses Engagement nachvollziehbar, glaubwürdig und öffentlich sichtbar zu machen.
Als Geisteswissenschaftlerin bringe ich dabei eine ergänzende Perspektive ein: Ich frage danach, wie MINT kommuniziert wird, welche gesellschaftliche Verantwortung damit verbunden ist und wie wir mehr Menschen für diese Zukunftsfelder gewinnen können.
Liebe Rowena Sandner, danke für das schöne Gespräch.

Gehören Sie zu den Menschen, die Erfahrungen in MINT gemacht haben oder aktuell spannende Fragestellungen bearbeiten? Sind Sie bereit, diese Erfahrungen jungen Menschen zur Verfügung zu stellen, sie mit Ihren Entwicklungen zu begeistern? Werden Sie Teil des MINT-Botschafternetzwerks, helfen Sie jungen Menschen, sich für MINT zu entscheiden, als MINT-Botschafter*in.
