MINT Zukunft schaffen ist eine tolle Initiative, die Unternehmen mit Schulen zu vernetzen, um gemeinsam die Attraktivität der MINT-Berufe zu steigern.“ Das Zitat stammt vom MINT-Botschafter Andreas Gollasch, Abteilungsleiter BWI GmbH; Dipl.-Ing. (FH) Nachrichtentechnik. Er erzählt uns im Interview mehr über seine Motivation, sich ehrenamtlich für MINT einzubringen. Auch Sie können Teil des MINT-Botschafternetzwerks werden.

Warum engagieren Sie sich als MINT-Botschafter?

Für mich ist es wichtig, dass Deutschland im Bereich der MINT-Berufe wieder zu den innovativsten Ländern dazu gehört. Hier ist es wichtig, die potenziellen Nachwuchskräfte, also vor allem die Schüler, dafür zu begeistern und ihnen die Möglichkeit zu geben eine MINT-Berufskarriere zu starten. Ich denke, hier gibt es viele verborgene Talente, die es zu finden und zu wecken gilt. Gerade unter den Schülerinnen gibt es meiner Meinung nach viele verborgene zukünftige Fachkräfte, meiner Meinung nach sind die Aufgaben im MINT-Umfeld auf alle für Frauen zu schaffen. Sie müssen nur selbst ihr Potenzial erkennen.

Die Jugendlichen benutzten täglich das Smartphone, nutzen Services im Internet und KI. In unserem Land braucht aber nicht nur Konsumenten, sondern auch Wissensträger, die Verstehen, wie IT funktioniert und wie neue Dienste und Produkte entwickelt werden können, oder einfach wie man IT-Systeme betreibt. Mein Antrieb ist es, bei möglichst vielen eine intrinsische Motivation für MINT-Berufe zu wecken. Für Jugendliche soll es wieder cool sein, in technischen Berufen zu arbeiten.

Wie schafft man es, mehr junge Menschen für mathematische – naturwissenschaftliche – technische Berufe zu begeistern?

Das schafft man, indem man aufzeigt, dass MINT nicht nur aus Mathematik besteht, sondern sehr vielfältig in den Themen und Arbeitsbereichen ist. So ist der klassische Programmierer nicht der einzige Beruf in der IT. Ich will den Schülern aufzeigen, dass daneben noch ein weites Spektrum an weiteren Arbeitsfeldern gibt. Diese reichen vom Aufbau der Hardware in Rechenzentren bis hin zum Projektmanager, bei dem man nur noch wenig mit der Technik direkt zu tun hat, sondern viel mit anderen Menschen zusammenarbeitet und kommuniziert. Weiter ist es wichtig, den Schülern z.B. in einem Praktikum oder in der Schule einfache und interessante Aufgaben zu lösen gibt, womit sie dann Erfolgserlebnisse schöpfen und sehen, dass es gar nicht so kompliziert ist, wie es sich immer anhört.

Was sind die Schwerpunkte Ihres persönlichen MINT-Engagements?

Ich habe an unserem Standort in München ein Team aufgebaut, welches auf Job-Messen und an Projekttagen die Berufsmöglichkeiten in der IT aufzeigt. Weiter biete ich mit meinem Team Praktika für Schüler und Umsteiger aus anderen Berufsfeldern an und unterstütze gerne Schulen bei einer praxisnahen Gestaltung des Unterrichtes.

Lieber Andreas Gollasch, danke für das schöne Gespräch.

Gruppe von Menschen, die sich bei einem MINT-Botschafter-Event versammelt haben, während sie in die Kamera winken und lächeln. Neben ihnen steht ein Banner mit der Aufforderung, MINT-Botschafter*in zu werden.

Gehören Sie zu den Menschen, die Erfahrungen in MINT gemacht haben oder aktuell spannende Fragestellungen bearbeiten? Sind Sie bereit, diese Erfahrungen jungen Menschen zur Verfügung zu stellen, sie mit Ihren Entwicklungen zu begeistern? Werden Sie Teil des MINT-Botschafternetzwerks, helfen Sie jungen Menschen, sich für MINT zu entscheiden, als MINT-Botschafter*in.

Als Botschafter oder Botschafterin werben Sie durch ihre Aktivitäten authentisch für die MINT-Themen und engagieren sich für MINT-Bildung. Unternehmen können selbst Botschafter*innen bereitstellen oder sich im Rahmen von Workshops, Praktika, „Tag der offenen Tür“, Angebote zu Diskussionsabenden in Schulen u. v. m. engagieren. Mehr zu unserem MINT-Botschafternetzwerk finden Sie hier

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