In der Kategorie “IM FOKUS” wollen wir Ihnen Schulen aus unserem Schulnetzwerk vorstellen, die sich für einen digitalen Unterricht und innovative Bildung engagieren – wie die Max-Klinger-Schule Leipzig, welche unser Signet “Digitale Schule” seit 2017 trägt und außerdem “MINT-freundliche Schule” ist.

Rund 850 Schülerinnen und Schüler besuchen die Max-Klinger-Schule Leipzig und rund 75 Lehrkräfte sind dort beschäftigt. “Wir freuen uns über eine erneute Auszeichnung und arbeiten auf diesem Gebiet über alle Unterrichtsfächer gemeinsam an pädagogischen Umsetzungen und einer Medienbildung unserer Schülerinnen und Schüler auch mit dem Ziel der Berufsorientierung im MINT-Bereich. Wir sind der vollen Überzeugung, dass Programmieren neben Lesen, Schreiben und Rechnen zur vierten Kulturtechnik unserer Schülerschaft gehört”, erzählt uns Uta Dübener, Schulleiterin der Max-Klinger-Schule, Gymnasium im Schulzentrum Grünau der Stadt Leipzig, gleich zu Beginn. Die Max-Klinger-Schule hat „Bildung in der digitalen Welt“ im Schulprogramm festgeschrieben. Die Schule hat eine langjährige Tradition des Schulfaches Informatik und sie ist eine von fünf sächsischen Schulen, die seit 1986 regulären Informatikunterricht anbieten. In den Klassenstufen 5-12 gibt es durchgängig Informatikunterricht von entsprechend ausgebildeten Lehrkräften. Im Unterricht lernen die Schülerinnen und Schüler Regeln zum Datenschutz und die Funktionsweise der verschiedenen Systeme kennen und sie setzen sich kritisch mit den Informationen aus der digitalen Welt auseinander.

Bildergalerie:

Zusatzangebote im Bereich der digitalen Bildung

Die Schule nimmt an Informatik-Wettbewerben (wie u.a. Biberwettbewerb, Sächsischer Informatikwettbewerb derGesellschaft für Informatik)) teil und bietet außerdem die Arbeitsgemeinschaft Robotik im Rahmen des Ganztagsangebots an, sowie die Förderstunde Robotik in Klasse 8 für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler. Außerdem können die Schülerinnen und Schüler am Schülerradio Max und im 3D-Druck-Projekt  im Rahmen des Ganztagsangebots mitmachen und es gibt den fächerübergreifende Wahlgrundkurs-Transjob.

Die Max-Klinger-Schule hat seit dem Schuljahr 2015/16 eine Junior-Ingenieur-Akademie (JIA). Nach erfolgreichem Wettbewerbsverfahren erhielt sie in den ersten Jahren eine finanzielle Förderung durch die Telekom-Stiftung. Die JIA ist ein Wahlpflichtfach im naturwissenschaftlichen Profilunterricht an verschiedenen Unterrichtsräumen (Schule, Wissenschaftspartner und Unternehmen in der Region). Ziele der JIA sind, Schülerinnen und Schüler, insbesondere Mädchen, für die Berufsbilder der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und ihre Interessen und Fähigkeiten in diesen Bereichen zu fördern. Bei der Auswahl von Schülern für die JIA wird möglichst auf ein ausgewogenes Verhältnis von Mädchen und Jungen geachtet.

“Wir haben bereits den 8. Jahrgang aufgenommen und schon sechs Jahrgänge feierlich verabschiedet. Neben Themen wie 3D-Modellierung mit Blender und Robotik haben wir die App-Programmierung aufgenommen und wir nehmen regelmäßig an den Jahrestagungen und Erfahrungsaustauschen der JIA teil”, berichtet Uta Dübener, Schulleiterin der Max-Klinger-Schule.

Digitale Bildung im Unterricht

Die digitale Bildung an der Max-Klinger-Schule durchdringt alle Fachbereiche. So nutzen alle Fachbereiche digitale Medien:

  • zur Präsentation
  • zur Erstellung von Unterrichtssequenzen
  • zur Nutzung von Erklärvideos, die zum Teil von den Schülern selbst erstellt werden
  • zur Veranschaulichung von Experimenten
  • zum selbstständigen individuellen Lernen

Digitale Elemente werden ständig im Unterricht eingebaut. Schon unsere neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler nutzten iPads zur Erkundung unserer Schule”, so Uta Dübener, Schulleiterin der Max-Klinger-Schule. “Die interaktive Deutsch-Lern-Plattform MintyCity für Deutsch als Zweitsprache oder Deutsch als Fremdsprache nutzen wir in unseren zwei ukrainischen Klassen und für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund.”

Eingesetzte Programme:

  • JIG: 3D-Programm, zum Darstellen technischer Bauteile
  • Phyphox zum Aufnehmen und Darstellen von Messungen
  • Lernprogramme wie kahoot, quizlet oder plickers mit denen Schülerinnen und Schüler spielerisch über multiple-choice-Fragen den Unterrichtsstoff wiederholen
  • Digitales Notenbuch und digitales Klassenbuch

“Wir verfügen jetzt über 5 Computerkabinette und wir haben 4 Tabletkoffer mit jeweils 20 Stück. Nach vorheriger Reservierung können die Lehrkräfte diese ausleihen und die Schülerinnen und Schüler können damit im Unterricht lernen”, erklärt Uta Dübener, Schulleiterin der Max-Klinger-Schule. Fast alle Räume sind digital ausgestattet und alle Lehrkräfte verfügen über mobile Endgeräte. Mit den mobilen Endgeräten und vorhandenen Beamer teilweise mit Apple-TV können im Unterricht digitale Elemente eingebaut werden. Im Musikunterricht werden digitale Alltagsgeräte wie Smartphones und Tablets als mobile Musikinstrumente verwendet.

Im Profilunterricht Naturwissenschaften werden Smart-Clips erstellt. Das heißt die Schülerinnen und Schüler drehen mit Hilfe ihres Handys oder Tablets selbstständig einen Kurzfilm und stellen die erarbeiteten Inhalte möglichst künstlerisch dar. Anschließend bearbeiten sie diese Aufnahmen mit einem Video-Bearbeitungsprogramm selbstständig am PC und erstellen einen 2-minütigen Film.

Konkrete Beispiele aus dem digitalen Unterricht:

  • Im Mathematikunterricht der 9. Klassen wird die Lernmethode Flipped Classroom verwendet.
  • Im Profilunterricht Gesellschaftswissenschaften wurde an einem Pilot-Projekt der deutschen Geschichte gearbeitet. Eine Website wurde erstellt und die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten eine appbasierte Stadtführung zu historischen Orten jüdischen Lebens in Leipzig.
  • Im künstlerischen Profil wurden mit dem Smartphone und entsprechenden Apps Hörspiele aufgenommen und geschnitten, außerdem lebensgroße Puppen fürs Figurentheater als Foto und in Videoszenen dokumentiert.
  • Der Einsatz der Fragebogensoftware GrafStat im Profilunterricht Gesellschaftswissenschaften Klasse 9 ermöglichte u.a. zum Thema Migration das Erstellen und Verwalten von Fragebögen. Die Befragungen wurden online erfasst und danach ausgewertet und präsentiert. Dies diente u.a. zur Vorbereitung und Fokussierung für die Facharbeit.
  • Im Spanischunterricht fand ein digitaler Austausch mit einer mexikanischen Schule statt.

Vernetzung mit Partnern

Die Schule arbeitet eng mit Wissenschaftspartnern der Staatlichen Studienakademie Leipzig und Wirtschaftspartnern der Region zusammen, wie:

  • Projekt mit der HTWK Leipzig (Projekt Roberta / Robolino AG)
  • Mitarbeit im bundesdeutschen Netzwerk „Junior-Ingenieur-Akademie“
  • Automatisierungsprojekte bei Siemens in Klassenstufe 9

“Der Titel Digitale Schule ist eine Anerkennung für die engagierte Arbeit unserer Schule mit digitalen Medien. Unsere Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern freuen sich, über die vielen Möglichkeiten der digitalen Bildung im Unterricht und im Ergänzungsbereich, welche wir als Schule bieten. Und auch unsere engagierten Lehrkräfte sind darauf stolz, gute Möglichkeiten zu haben, digitalen Unterricht gestalten zu können”, sagt uns Uta Dübener, Schulleiterin der Max-Klinger-Schule, abschließend.

Wir sagen der Max-Klinger-Schule Leipzig vielen Dank für den Einblick und das Engagement in der Digitalen Bildung.

Max-Klinger-Schule, Gymnasium im Schulzentrum Grünau der Stadt Leipzig, Miltitzer Weg 2/4, 04205 Leipzig

Sie tragen unser Signet „MINT-freundliche Schule“ und/oder „Digitale Schule“ und wollen auch in unserer Reihe „IM FOKUS“ vorgestellt werden? Dann melden Sie sich bitte bei Susanne Lettner (Leiterin Marketing und Kommunikation, MINT Zukunft schaffen!): susanne.lettner@mintzukunftschaffen.de / Tel.: +49 30-24 63 24 57

Start Bewerbungsphase 2024

Bis Ende Mai ist es für alle Schulen wieder möglich, sich als “MINT-freundliche Schule” zu bewerben. Gleichzeitig startet auch die Bewerbungsphase für das Signet „Digitale Schule“. Zu beiden Signets haben wir für Sie die Informationen hier zusammengefasst.

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