Gelnhausen, Hessen. Die Elisabeth-Strupp-Schule (ehemals Kreisrealschule Gelnhausen) zeigt, wie eine moderne Realschule durch eine klare MINT-Strategie und starkes regionales Networking die Weichen für die Zukunft ihrer Schülerinnen und Schüler stellt. Seit September 2024 trägt sie das Signet „MINT-freundliche Schule“ – eine Auszeichnung, die das Ergebnis jahrelanger, leidenschaftlicher Arbeit der gesamten Schulgemeinschaft ist.

Gruppe von Schülern und Lehrern vor der Elisabeth Strupp Schule, die Buchstaben und Tablets halten.

MINT als Herzstück der Schulentwicklung

An der Elisabeth-Strupp-Schule (ESS) ist MINT kein bloßes Kürzel im Lehrplan, sondern gelebter Alltag. Unter der Leitung der MINT-Steuergruppe, angeführt von Dr. Kerstin Hartmann und Verena Kohls, hat die Schule ein Profil entwickelt, das Theorie und Praxis verzahnt. Das Ziel: Begeisterung für Naturwissenschaften und Technik wecken, bevor die Berufswahl ansteht.

Ein weiterer zentraler Baustein der MINT-Kultur an der Elisabeth-Strupp-Schule ist die regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme an bundes- und landesweiten Wettbewerben. Diese Wettbewerbe fördern nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch Durchhaltevermögen, Teamarbeit und Problemlösefähigkeit.

Gruppe von Jugendlichen steht vor dem Eingang zur Formnext Messe, mit Orange-Bändern und Taschen voller Materialien.

So nimmt die Schule erfolgreich am Informatik-Biber teil, der von Verena Kohls organisiert wird und frühzeitig algorithmisches Denken stärkt. Im mathematischen Bereich engagieren sich die Schülerinnen und Schüler beim Mathematikwettbewerb des Landes Hessen, koordiniert von Sven Schubert, sowie beim internationalen Känguru-Wettbewerb, der von Jörn Lenz betreut wird. Auch im naturwissenschaftlichen Bereich setzt die ESS starke Akzente: Beim Wettbewerb „Chemie macht mit“, unter der Leitung von Frau Dr. Kerstin Hartmann, Frau Wunner, Frau Steigleder und Frau Grant-Pfeifer, überzeugen zahlreiche Schülergruppen mit ihren Einreichungen und räumen regelmäßig Preise ab . Die kontinuierlich hohe Qualität der Arbeiten führte zusätzlich zur Auszeichnung der Schule mit einem Schulpreis, der das nachhaltige Engagement der gesamten Schulgemeinschaft würdigt.

Besonders hervorzuheben sind auch engagierte Lehrkräfte wie Frederik Zinn, der 2023 mit dem Schulpreis für digitalen Unterricht als „Digital Hero“ (ausgezeichnet durch PHYWE auf der Didacta) geehrt wurde.

Ein Klassenzimmer mit Tischen, dekoriert für eine 3D-Druck AG. Ein Plakat mit einem niedlichen Tier und einem QR-Code ist im Vordergrund zu sehen. Verschiedene Materialien und bunte Bilder liegen auf den Tischen.

Digitale Vorreiterrolle: Das Projekt iPad-Klasse

Ein Leuchtturmprojekt der Elisabeth-Strupp-Schule ist das iPad-Konzept. In einer Zeit, in der digitale Souveränität zur Basiskompetenz wird, hat die ESS einen innovativen Weg der Finanzierung und Umsetzung gewählt. Rund elf Unternehmen aus dem Raum Gelnhausen sowie der schuleigene Förderverein ermöglichen durch großzügige Unterstützung die Ausstattung kompletter Klassen mit Tablets. Dieses starke regionale Engagement macht deutlich, wie eng Schule und Wirtschaft miteinander verbunden sind.

Gleichzeitig sorgt dieses Sponsorenmodell für ein hohes Maß an Chancengerechtigkeit: Der finanzielle Eigenanteil für Eltern bleibt bewusst gering, sodass digitale Teilhabe unabhängig von der individuellen finanziellen Situation möglich ist. Damit wird sichergestellt, dass alle Schülerinnen und Schüler gleichermaßen von den digitalen Möglichkeiten profitieren.

Ein Tisch mit einem 3D-Drucker und verschiedenen 3D-gedruckten Objekten, einschließlich figürlicher Formen, einer Palette von Filamenten und mehreren Bastelmaterialien.

Technik zum Anfassen: Von 3D-Druck bis Plottern

Die MINT-Aktivitäten der Schule gehen weit über den Standardunterricht hinaus. Im Wahlpflichtunterricht (WPU) und in Arbeitsgemeinschaften finden sich Angebote, die Kreativität mit technischem Verständnis verbinden:

  • 3D-Druck & Plottern: Im Bereich 3D-Druck leiten Frederik Zinn und Nils Schwalb die Jugendlichen an, eigene Entwürfe am Computer zu erstellen und diese mittels modernster Hard- und Software in reale Objekte umzusetzen. Von funktionalen Werkstücken bis hin zu kreativen Designprodukten entstehen so greifbare Ergebnisse, die den gesamten Entwicklungsprozess von der Idee über die Konstruktion bis zur Produktion abbilden.

Ergänzt wird dieses Angebot durch kreative Gestaltungsmöglichkeiten mit dem Schneideplotter unter der Anleitung von Nadine Lenz-Knickel. Hier verbindet sich digitales Design mit handwerklicher Umsetzung etwa für Textildrucke, Aufkleber oder dekorative Elemente.

  • Handwerk & Technik: Auch traditionelle Techniken wie Goldschmieden oder Nähen werden unter technologischen Aspekten (Materialkunde, Maschinenführung) vermittelt. Das praxisorientierte Technikangebot wird durch eine Lego-AG ergänzt, die von Margit Mans und Katja Herrmann betreut wird und in der Schülerinnen und Schüler spielerisch grundlegende Prinzipien von Konstruktion, Mechanik und Programmierung kennenlernen. Dabei werden Kreativität und technisches Verständnis gleichermaßen gefördert.

Als Koordinatorin des Ganztagsangebots bringt Mareike Schilling kontinuierlich neue kreative Ideen ein, entwickelt bestehende Formate weiter und unterstützt engagierte Kolleginnen und Kollegen bei der Umsetzung innovativer Projekte. Durch dieses nachhaltige Engagement ist sie ein wichtiger Pfeiler in der strategischen Weiterentwicklung des MINT-Profils der Elisabeth-Strupp-Schule.

Vernetzung mit der Wirtschaft: Ein Gewinn für die Region

Neben regionalen Unternehmen arbeitet die Elisabeth-Strupp-Schule mit zahlreichen außerschulischen Partnern aus Wissenschaft und Forschung zusammen. Dazu zählen unter anderem die Goethe-Universität Frankfurt sowie das Senckenberg-Institut. Diese Kooperationen eröffnen den Schülerinnen und Schülern den Zugang zu Forschungseinrichtungen, wissenschaftlichen Arbeitsweisen und Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Fachgebieten.

Darüber hinaus besteht eine Zusammenarbeit mit PHYWE, die den Praxisbezug weiter stärkt und Einblicke in berufliche Perspektiven ermöglicht. So wird MINT-Bildung nicht nur theoretisch vermittelt, sondern konkret erlebbar gemacht.

Ein besonderer Meilenstein ergab sich aus dem Bereich 3D-Druck: Im Rahmen einer 3D-Drucker-Messe kam es zu einer Kooperation mit der Transmit GmbH. Diese Partnerschaft ermöglicht es der Schule, wertvolle Kontakte in die Wirtschaft zu knüpfen und die technischen Möglichkeiten weiter auszubauen. Die Schülerinnen und Schüler profitieren dabei von realitätsnahen Einblicken in moderne Fertigungsprozesse und innovative Berufsfelder.

Diese enge Verzahnung sorgt dafür, dass die Jugendlichen die Schule nicht nur mit einem Abschluss, sondern mit einer klaren Perspektive für den regionalen Arbeitsmarkt verlassen.

Ein Klassenzimmer mit einem Netz und einem Schild der Elisabeth Strupp Schule, das 3D-Druck und Technik AG fördert. Hinter dem Netz sind Tische und Fenster sichtbar.

Nachhaltigkeit und Umweltbildung als Teil der Schulentwicklung

Auch im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung setzt die Elisabeth-Strupp-Schule starke Impulse. In diesem Schuljahr wurde eine Obstbaumwiese angelegt, die von zahlreichen fächerübergreifenden Projekten begleitet wird. Ergänzt wird dieses Engagement durch die Einrichtung einer Blühwiese, die ökologische Zusammenhänge anschaulich erfahrbar macht.

Für dieses nachhaltige Gesamtkonzept ist die Schule 2023 als Umweltschule ausgezeichnet worden. Federführend engagieren sich hier Verena Kohls, Nils Schwalb und Dr. Kerstin Hartmann, die Umweltbildung fest im Schulalltag verankern und ökologische Verantwortung mit MINT-Themen verbinden.

Eine Gruppe von vier Personen steht vor der Elisabeth Strupp Schule, freundlich lächelnd. Die Personen sind unterschiedlich gekleidet und posieren zusammen vor dem Schulgebäude.

Ein Dank an das Engagement

Hinter diesen Erfolgen stehen Menschen. Das Portrait der Elisabeth-Strupp-Schule ist daher auch ein Ausdruck der Wertschätzung für:

  • Die Lehrkräfte, die über das normale Maß hinaus Konzepte entwickeln und Preise gewinnen.
  • Die Eltern und den Förderverein, die Projekte mit Herzblut unterstützen.
  • Die Partnerunternehmen, die durch ihre Investitionen zeigen, wie wichtig ihnen die Ausbildung der Fachkräfte von morgen ist.

Die Elisabeth-Strupp-Schule ist ein Vorbild dafür, wie eine Schule durch Mut zur Digitalisierung, starke Partnerschaften und ein begeistertes MINT-Team ein Lernumfeld schafft, das junge Menschen optimal auf die Welt von morgen vorbereitet.

Wir sagen der Elisabeth-Strupp-Schule vielen Dank für den Einblick und das Engagement in der MINT-Bildung.

MEHR FINDEN SIE HIER: https://elisabeth-strupp.schule/

Weitere Schulen sind hier vorgestellt: https://mintzukunftschaffen.de/2024/04/24/schulen-im-fokus/

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