Berlin, 20. November 2025
4 Schulen aus Schleswig-Holstein erhielten heute den Titel “Digitale Schule” und 6 Schulen den Titel “MINT-freundliche Schule”. Die Schulen wurden in den Räumen der Stiftung Louisenlund in Güby von Britta Stäcker (Landesfachaufsicht Chemie und Naturwissenschaften im Bildungsministerium), Sven Meier (Leiter Campus Management der Stiftung Louisenlund), Prof. Dr. Hannes Federrath (Universität Hamburg, stv. Vorstandsvorsitzender MINT Zukunft e.V.) und Harald Fisch (Senior Adviser MINT Zukunft e.V.) ausgezeichnet. Die Auszeichnungen sind drei Jahre gültig.
Die Ehrung der „MINT-freundlichen Schulen“ in Schleswig-Holstein steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz (KMK).
Fotos zum Download
Die Fotos finden Sie zum Download hier. Auf den Fotos zu sehen sind v.l.n.r. Prof. Dr. Hannes Federrath (Universität Hamburg, stv. Vorstandsvorsitzender MINT Zukunft e.V.), Britta Stäcker (Landesfachaufsicht Chemie und Naturwissenschaften im Bildungsministerium), Dr. Dr. Dierk Suhr (Hohenloher Schuleinrichtungen GmbH, Leiter Hohenloher Academy), Sven Meier (Leiter Campus Management der Stiftung Louisenlund), und Andreas Mettenleiter (MEKRUPHY)
Britta Stäcker (Landesfachaufsicht Chemie und Naturwissenschaften im Bildungsministerium): „Wir brauchen junge Menschen, die sich den Aufgaben der Zukunft stellen und Lösungen entwickeln. Eine zentrale Rolle nimmt im Unterricht die Vermittlung einer naturwissenschaftlichen Grundbildung im Sinne einer Scientific Literacy ein. Bildung in den Naturwissenschaften ermöglicht dem Individuum eine kenntnisreiche Teilhabe an gesellschaftlicher Kommunikation und Meinungsbildung über Potentiale und Risiken naturwissenschaftlicher Forschung und technische Entwicklungen. Sie ist somit wesentlicher Bestandteil von Allgemeinbildung und für die berufliche Orientierung der Lernenden unerlässlich. Ziel naturwissenschaftsbezogener Bildung ist es, Phänomene erfahr- und erklärbar zu machen, die Sprache und Geschichte der Naturwissenschaften zu verstehen, ihre Ergebnisse zu kommunizieren sowie sich mit ihren spezifischen Methoden der Erkenntnisgewinnung und deren Grenzen auseinanderzusetzen. Um so nachdenklicher machen die Ergebnisse des Bildungstrends 2024. Festgestellt wurde, neben gesunkenen Kompetenzwerten, dass das Interesse an den Naturwissenschaften zurückgeht. Um so wichtiger ist es, dass wir MINT-freundliche Schulen haben, die die Schülerinnen und Schüler fördern und fordern, die Ihnen zeigen, dass die Naturwissenschaften spannend sind, dass man durch das Wissen aus dem Unterricht die Welt zumindest in Teilen verstehen kann und dass mithilfe der Erkenntnisse die globalen Probleme vielleicht auch gelöst werden können. Eine hohe Motivation für die Naturwissenschaften ist heute wichtiger denn je.“
Sven Meier (Leiter Campus Management der Stiftung Louisenlund): „Louisenlund ist wieder sehr gerne Gastgeber für die Auszeichnung der Signets “MINT-freundliche Schule” und “Digitale Schule”. Das Land braucht jungen Menschen, die sich für die MINT-Fächer interessieren und deren Begeisterung geweckt und gefördert wird. Genau das machen die MINT-freundlichen Schulen. Die Stiftung Louisenlund selbst versteht sich mit dem plus-MINT Programm als Nachwuchsleistungszentrum für die TOP-Talente. Wir freuen uns sehr auf den Austausch mit den in diesem Jahr ausgezeichneten Schulen.“
Prof. Dr. Hannes Federrath (Universität Hamburg, stv. Vorstandsvorsitzender MINT Zukunft e.V.): „Digitale Schulen und MINT-freundliche Schulen schaffen im Bildungsweg unserer Talente die Grundlagen für die künftige Leistungsfähigkeit unserer Gesellschaft. Naturwissenschaftliches und technisches Denken wird gefördert. Ich bin immer wieder begeistert, mit wieviel Engagement sich unsere ausgezeichneten Lehrkräfte und Schulen diesem Ziel verschrieben haben.“
Folgende Schulen wurden geehrt:
| Schulen 2025 | Digitale Schule | MINT-freundliche Schule |
| Berufliche Schule des Kreises Ostholstein in Oldenburg | 2025 | |
| Carl-Maria-von-Weber-Schule Eutin | 2025 | 2023 |
| Domschule Schleswig | 2013 2016 2019 2022 2025 | |
| Ernst-Barlach-Gymnasium Kiel | 2012 2015 2016 2019 2022 2025 | |
| Gemeinschaftsschule Nortorf mit Oberstufe Nortorf | 2023 | 2016 2019 2023 2025 |
| Hebbelschule Europaschule Kiel | 2016 2019 2022 2025 | |
| Landesförderzentrum Hören und Kommunikation | 2025 | |
| Paul-Gerhardt-Schule Lübeck | 2012 2016 2019 2022 2025 | |
| Schule Hohe Geest | 2025 | |
| Stadtschule Bad Oldesloe | 2018 2021 2024 2025 | 2016 2019 |
Marktstände der Partner von MINT Zukunft schaffen!
Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch Angebote der MINT-Vereins-Community von “MINT Zukunft schaffen!” im Rahmen des MINT Max Programms mit Info-Ständen vorgestellt. Dabei waren in diesem Jahr:
Informationen zu den Signets
In den letzten Jahren haben Schulen sich stärker für die Chancen der digitalen Bildung geöffnet. Sie wollen sich entwickeln und die eigene digitale Veränderung vorantreiben. Um Schulen zu motivieren, ihr digitales Profil weiter zu schärfen und informatische Inhalte verstärkt in den Unterricht zu bringen, hat die Nationale Initiative »MINT Zukunft schaffen!« die Auszeichnung „Digitale Schule“ ins Leben gerufen. Mit dem Signet soll das Engagement der Schulleitungen und Lehrkräfte gewürdigt und bestärkt werden, die sich für eine zeitgemäße Bildung in der digitalen Welt stark machen.
Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) haben für die Schulentwicklung an Bedeutung gewonnen. Die heute ausgezeichneten »MINT-freundlichen Schulen« zeigen, dass sie mit ihrem schulischen Konzept in der Lage sind, Ad-Hoc-Maßnahmen – z. B. zur Digitalisierung – didaktisch und pädagogisch durchdacht in den Schulalltag einzubinden. Die »MINT-freundlichen Schulen« werden für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen sowie die Öffentlichkeit durch die Ehrung sichtbar und von der Wirtschaft nicht nur anerkannt, sondern auch besonders unterstützt. Bundesweite Partner der Nationalen Initiative »MINT Zukunft schaffen!« zeichnen diejenigen Schulen aus, die bewusst MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess.
Die MINT-freundlichen Schulen weisen nach, dass sie mindestens zehn von 14 Kriterien im MINT-Bereich erfüllen. Folgende Partner erkennen die Ehrung als Zeichen der MINT-Qualität in Schleswig-Holstein an:
Den “Digitalen Schulen” wird es durch einen Kriterienkatalog ermöglicht, eine Standortbestimmung sowie eine Selbsteinschätzung zum Thema „Digitalisierung“ vorzunehmen und Anregungen umzusetzen. Bei Vorliegen einer entsprechenden Profilbildung kann von einer digitalen Schule gesprochen werden. Der Kriterienkatalog „Digitale Schule“ umfasst fünf Module, die alle von den Schulen nachgewiesen werden:
1. Pädagogik & Lernkulturen
2. Qualifizierung der Lehrkräfte
3. Regionale Vernetzung
4. Konzept und Verstetigung
5. Technik und Ausstattung.
Die Module sind orientiert an der KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ und wurden von Expertinnen und Experten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der u.g. Verbände entworfen. Die Ehrung als „Digitale Schule“ ist dabei wissenschaftlich basiert, verbandsneutral sowie unabhängig. Das Signet „Digitale Schule“ wird in Schleswig-Holstein vergeben von folgenden Partnern:
Einen Überblick über die Standorte unserer ausgezeichneten Schulen finden Sie auf unserer Website in einer neu gestalteten virtuellen Landkarte (“Schulen in aller Welt”). Diese wird von unserem Partner ESRI Inc. bereitgestellt, der bereits das Robert-Koch-Institut und die Johns Hopkins Universität bei der Kartenerstellung im Zuge der COVID-19-Forschung unterstützt. Ein besonderer Dank gilt hier unserem breiten Netzwerk an ehrenamtlichen MINT-Botschafterinnen und Botschaftern, die die Erstellung der Landkarte aktiv unterstützen.
Kurzbeschreibung »MINT Zukunft schaffen«: Die Nationale Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ hat den Schwerpunkt, Schülerinnen und Schüler für MINT zu begeistern und Schulen im Bereich MINT zu motivieren, fördern und auszuzeichnen. Hierzu nehmen wir insbesondere die MINT-Profile von Schulen im Allgemeinen sowie des Informatik- bzw. Digitalisierungsprofils im Besonderen durch die Programme „MINT-freundliche Schule“ und „Digitale Schule“ in den Blick. Die weiteren Ziele der Nationalen Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ sind die Erhöhung der Zahl der Studienanfänger in MINT-Studiengängen an den Hochschulen in Deutschland und dabei insbesondere die Erhöhung des Frauenanteils, die Sicherung und Steigerung der Qualität der Absolventen von MINT-Studiengängen und -Ausbildungsberufen.
Ansprechpartner Presse:
Benjamin Gesing
MINT Zukunft e. V.
c/o Factory Works GmbH
Rheinsberger Str. 76/77
10115 Berlin
E-Mail: benjamin.gesing@mintzukunftschaffen.de
