MINT-Bildung, die bewegt: Die Realschule Ravensburg zeigt, wie digitale Ausstattung, kreative Lernräume und reflektierte Schulentwicklung Hand in Hand gehen – und wie Schule zu einem Ort wird, an dem SchülerInnen Zukunft gestalten lernen. Seit ihrer Auszeichnung als „MINT-freundliche Schule“ im Jahr 2020 geht die Realschule Ravensburg konsequent neue Wege: Mit einem pädagogisch fundierten Makerspace, einem breit getragenen Mediencurriculum und vielfältigen MINT-Projekten gelingt der Brückenschlag zwischen moderner Technik, Kreativität und schulischer Innovation.
Über unser Programm “MINT-freundliche Schule”
Unser Programm “MINT-freundliche Schule” gibt es seit 2011. Die „MINT-freundlichen Schulen“ werden für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen sowie die Öffentlichkeit durch die Ehrung sichtbar und von der Wirtschaft nicht nur anerkannt, sondern auch besonders unterstützt. Unsere bundesweiten Partner zeichnen in Abstimmung mit den Landesarbeitgebervereinigungen und den Bildungswerken der Wirtschaft diejenigen Schulen aus, die bewusst MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess.
Der Makerspace ist dabei mehr als ein technisch ausgestatteter Raum – er ist ein Ermöglichungsraum für kollaboratives, forschendes und fächerverbindendes Lernen. Ob 3D-Druck, Robotik, Videodrohne, Trickfilm, analoges Fotolabor oder GreenScreen-Technik: SchülerInnen entwickeln hier eigene Lösungen, experimentieren, gestalten und erleben Selbstwirksamkeit. In offenen, halboffenen oder unterrichtsintegrativen Formaten entstehen Produkte, die technische, gestalterische und wissenschaftliche Kompetenzen auf besondere Weise verbinden. „Der Makerspace ist nicht nur Werkstatt, sondern ein Raum für Verantwortung, für neue Ideen – und für eine Schule, die ihre SchülerInnen als aktive GestalterInnen ihrer Welt ernst nimmt“, sagt Julian Leitner, Konrektor der Schule.
Dabei steht nicht die Technik allein im Fokus: Der Unterricht greift aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen wie den Einsatz und die Folgen von Künstlicher Intelligenz (KI) auf – kritisch, projektorientiert und interdisziplinär. In Projekten wie „Ferne Welten – Kunst und KI im Metaverse“ analysieren SchülerInnen kreative Potenziale, ethische Fragen und Risiken von KI-Technologien und gestalten eigene KI-basierte Inhalte, etwa mit Tools wie ChatGPT oder Midjourney. Darüber hinaus erleben SchülerInnen KI nicht nur als Werkzeug zur kreativen Gestaltung, sondern auch als Unterstützung bei komplexen technischen Aufgaben – etwa beim Programmieren. In Projekten im Makerspace wird KI genutzt, um Code zu analysieren, Programmierfehler zu erkennen oder sogar ganze Programmabläufe mithilfe intelligenter Vorschläge zu optimieren. So erfahren die SchülerInnen KI als ein vielseitiges Werkzeug – nicht als Ersatz, sondern als Begleiter beim Lernen, Problemlösen und Entwickeln.
Ein zentrales Anliegen ist es der Schule, Digitalisierung nicht dem Zufall oder der Herkunft zu überlassen. Schule muss ein Ort sein, der für alle SchülerInnen Zugang zu moderner Hard- und Software schafft – ein geschützter Raum, in dem Kinder und Jugendliche die Möglichkeiten, Fragen und Herausforderungen der digitalen Welt reflektiert erkunden können. Diese Form der Demokratisierung von Digitalisierung prägt die Haltung der Realschule Ravensburg – als Schule, die Bildung nicht nur vermittelt, sondern ermöglicht.
Dabei ist Medienbildung für uns ein zentraler Bildungsauftrag. Junge Menschen benötigen Kompetenzen, um in einer von Algorithmen, Plattformen und digitalen Informationsfluten geprägten Welt souverän, kritisch und verantwortungsvoll handeln zu können. Deshalb versteht sich die Schule auch als Ort, an dem Informationsbewertung, Datenschutz, Urheberrecht und Kommunikationskultur fester Bestandteil des schulischen Lernens sind. Schulentwicklung wird dabei als kontinuierlicher Prozess verstanden – ein Prozess, der sich der rasanten Geschwindigkeit digitaler und gesellschaftlicher Veränderungen bewusst ist. Ziel ist es, die Lebenswelt der SchülerInnen ernst zu nehmen, Orientierung zu geben und die Schule als lernende Organisation immer wieder neu auszurichten.
Getragen wird diese Entwicklung vom gesamten Kollegium, koordiniert von Rainer Leyk, MINT-Koordinator der Schule. In einer gemeinsamen Kraftanstrengung wurde ein schulweites Mediencurriculum auf Basis der „4K“ (Kreativität, Kollaboration, Kommunikation, Kritisches Denken) entwickelt. Die Investitionen durch den DigitalPakt ermöglichten dabei eine umfassende technische Modernisierung: schulweite WLAN, moderne Präsentationstechnik, mobile Endgeräte und die Digitalisierung des Klassenzimmers schaffen die Grundlage für einen zukunftsorientierten Unterricht.
Zahlreiche Projekte wie Game-Based-Learning mit MineTest, bioinspirierte Problemlösungen oder die Teilnahme an den Handwerker-Games zeigen, wie praxisnah und innovativ MINT an der Realschule Ravensburg gelebt wird – immer verbunden mit außerschulischen Partnern wie Hochschulen, Museen, Betrieben und Stiftungen.
Die Realschule Ravensburg versteht MINT-Bildung nicht als Spezialgebiet, sondern als integralen Bestandteil einer Schule, die ihre SchülerInnen auf eine dynamische, digitale Zukunft vorbereitet – kreativ, verantwortungsvoll und mit Begeisterung.
Mehr zur Realschule Ravensburg: www.realschule-ravensburg.de
Realschule Ravensburg, Wilhelmstraße 5 / 7, 88212 Ravensburg
Start Bewerbungsphase 2025
Bis Ende Mai ist es für alle Schulen wieder möglich, sich als “MINT-freundliche Schule” zu bewerben. Gleichzeitig startet auch die Bewerbungsphase für das Signet „Digitale Schule“. Zu beiden Signets haben wir für Sie die Informationen hier zusammengefasst.



















