Dr. Dierk Suhr engagiert sich als MINT-Botschafter für „MINT Zukunft schaffen!“ und unterstützt uns außerdem als Schulberater beim Bewerbungsprozess für die beiden Signets „MINT-freundliche Schule“ und „Digitale Schule“. Im Interview erzählt Dierk Suhr mehr über seine Motivation sich als MINT-Botschafter einzubringen und die Schulen beim Bewerbungsprozess zu unterstützen. Wenn Sie sich als Schule auf unsere Signets „MINT-freundliche Schule“ und/oder „Digitale Schule“ bewerben wollen, finden Sie alle Infos hier.

Lieber Dierk Suhr, warum engagieren Sie sich als MINT-Botschafter?

„MINT“ beinhaltet für mich die faszinierendsten Fragen, die wir uns überhaupt stellen können: Wo kommen wir her? Wie entstand das Universum, das Leben, das Bewusstsein, der Mensch? Wo gehen wir hin? Wo wollen wir hin? Wie gestalten wir eine gelingende Zukunft auf unserem Planeten für uns, aber auch für alle anderen Lebewesen auf unserer Erde? Diese Faszination, diese Begeisterung weiterzutragen ist für mich eine ebenso schöne wie wichtige Aufgabe.

Wie schafft man es, mehr junge Menschen für mathematische – informatische – naturwissenschaftliche – technische Berufe zu begeistern?

Wir brauchen mehr Lebensweltorientierung im MINT-Unterricht, mehr von den faszinierenden Fragen, mehr „Weltretter-Image“ für die MINT-Fächer. Der Physikunterricht kommt oft daher wie eine Historiengeschichte alter Männer – Galilei, Newton, Volta und Ampère, das klingt oft so, als wäre die Physik eine abgeschlossene Geschichte. Wenn wir uns dagegen beispielsweise mit dem Klimawandel beschäftigen würden, mit mathematischen Modellen dazu, informatischen Simulationen, mit Atmospährenphysik und -chemie und mit technischen Lösungsansätzen wie Carbon Capture and Storage – dann werden die MINT-Fächer relevant und damit interessant, dann sind MINTler keine schrägen Nerds mehr, sondern Weltretter, dann ist MINT toll!

Was sind die Schwerpunkte Ihres persönlichen MINT-Engagements?

Ich beschäftige mich schon mein ganzes berufliches Leben mit MINT – als Geschäftsführer bei Klett MINT oder des Vereins zur MINT-Talentförderung, als Leiter des plus-MINT Talentzuges bei der Stiftung Louisenlund oder als MINTSPACE-Hero bei Hohenloher. Auch privat begeistere ich mich für MINT, selbst meine drei Söhne sind Informatiker, Chemiker und Biologe geworden.

Sie unterstützen uns als ehrenamtlicher Schulberaterin. Warum ist es Ihrer Meinung nach so wichtig, dass sich die Schulen auf die Signets „Digitale Schule“ und/oder „MINT-freundliche Schule“ bewerben?

Mit den Signet „MINT-freundliche Schule“ und „Digitale Schule“ signalisiert eine Schule nach innen wie nach außen, dass MINT wichtig ist – das strahlt in die Schüler*innenschaft, in die Lehrer*innenschaft, in die Elternschaft, in die ganze Gesellschaft. Wir brauchen MINT, um unsere Zukunft erfolgreich zu gestalten – je mehr Schulen uns dabei unterstützen, umso besser!

Vielen Dank für das Gespräch, Dierk Suhr!

Engagieren Sie sich bereits für mehr MINT in Deutschland?

Gehören Sie zu den Menschen, die Erfahrungen in MINT gemacht haben oder aktuell spannende Fragestellungen bearbeiten? Sind Sie bereit, diese Erfahrungen jungen Menschen zur Verfügung zu stellen, sie mit Ihren Entwicklungen zu begeistern? Werden Sie Teil des MINT-Botschafternetzwerks, helfen Sie jungen Menschen, sich für MINT zu entscheiden, als MINT-Botschafter*in.

Als Botschafter oder Botschafterin werben Sie durch ihre Aktivitäten authentisch für die MINT-Themen und engagieren sich für MINT-Bildung. Unternehmen können selbst Botschafter*innen bereitstellen oder sich im Rahmen von Workshops, Praktika, „Tag der offenen Tür“, Angebote zu Diskussionsabenden in Schulen u. v. m. engagieren. Mehr zu unserem MINT-Botschafternetzwerk finden Sie hier.

Start Bewerbungsphase Signets Schulen 2024

Bis Ende Mai 2024 ist es für alle Schulen wieder möglich, sich als “MINT-freundliche Schule” zu bewerben. Gleichzeitig startet auch die Bewerbungsphase für das Signet „Digitale Schule“. Zu beiden Signets haben wir für Sie die Informationen hier zusammengefasst.

Ein Kommentar zu „MINT-Botschafter Dr. Dierk Suhr im Interview

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