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IM FOKUS: Droste-Hülshoff-Realschule Dortmund

In der Kategorie “IM FOKUS” wollen wir Ihnen Schulen aus unserem Schulnetzwerk vorstellen, die sich für einen digitalen Unterricht und innovative Bildung engagieren – wie die Droste-Hülshoff-Realschule Dortmund, welche unser Signet “Digitale Schule” seit 2023 trägt.

Die Droste-Hülshoff-Realschule ist Teil eines Schulzentrums mit Gymnasium und Grundschule. 720 Schülerinnen und Schüler besuchen die Schule und rund 50 Lehrkräfte sind dort beschäftigt. Der naturwissenschaftliche Fächerkanon der Droste-Hülshoff-Realschule umfasst standardmäßig die Fächer Informatik, Mathematik, Technik, Physik, Chemie und Biologie. Darüber hinaus bietet die Schule noch Zusatzangebote an wie eine Mädchen Roboter AG, eine Roboter AG (Lego Spike Prime und EV3), eine 3D-Druck AG und iPad-Stunden in den 5. Klassen.

Informatische Bildung an der Droste-Hülshoff-Realschule Dortmund

“Für die Klassen 5 und 6 wurde der Kernlehrplan Informatik festgelegt. Dieser wurde bei der gemeinsamen Planung der inhaltlichen Schwerpunkte und der konkretisierten Unterrichtsinhalte berücksichtigt. Im Fach Informatik ist die Vermittlung einer informatischen Grundbildung Hauptaufgabe. Ausgangspunkt des Informatikunterrichts sind Fragestellungen mit lebensweltlichen Bezug. In der aktiven und altersgemäßen Auseinandersetzung mit diesen Fragen erwerben und erweitern Schülerinnen und Schüler Kompetenzen zur Lösung informatischer Probleme. Die Auseinandersetzung mit Robotern oder Einplatinencomputern hat für die Lernenden einen hohen Motivationsgrad, da diese eine unmittelbare Rückmeldung der Implementationen hinsichtlich Korrektheit und Funktionalität ermöglichen”, erzählen uns Katrin Eitschberger und Andreas Unger, Lehrkräfte an der Droste-Hülshoff-Realschule Dortmund, gleich zu Beginn.

Außerdem arbeiten die Schüler:innen der Droste-Hülshoff-Realschule mit Scratch. Scratch ist eine einfache visuelle sowie blockbasierte Programmiersprache, mit der Schüler:innen einfach digitale Geschichten, Animationen und sogar Spiele erstellen können. Es fördert das informatische Denken, Kreativität und Problemlösestrategien. Es lässt sich browserbasiert vom PC oder iPad, in der Schule oder daheim arbeiten.

Ebenso lernen die Schüler:innen mit Lego Roboter (Spike Prime). Dabei handelt es sich um ein System, bei dem die Datenbank mit Unterrichtsmaterial und Bauanleitungen durch die Nutzer ständig erweitert wird.

Mit teachable machines erstellen die Schüler:innen eigene lernende Systeme, die beispielsweise Bälle, Lieblingstiere oder aber Berühmtheiten (wie Fußballstars) unterscheiden. Insbesondere über Lehrfilme, aber auch über eigene Recherchen wird herausgestellt, dass Künstliche Intelligenz die Lebensqualität vieler Menschen verbessern kann und Herausforderungen wie Klimawandel oder Krankheiten besser bewältigt werden können. Auch die kritische Betrachtung von KI, eine Abwägung von Vor- und Nachteilen von KI sowie der Verweis auf Gefahren (subtile, latente Manipulation) durch KI sind Gegenstand des Unterrichts.

Ab der Klasse 7 können die Schüler:innen an der Realschule Wahlpflichtkurse mit unterschiedlichen Schwerpunkten wählen. Die Droste-Hülshoff-Realschule bietet grundsätzlich die Fächer: Französisch, Technik, Informatik, Sozialwissenschaften und Chemie an. In den Wahlpflichtkursen Informatik 7- 10, wird nach dem aktuellen Lehrplan des Landes NRW unterrichtet, dabei ist die Schule aber offen für neue Projekte mit Kooperationspartnern, wie etwa die Nachgestaltung der Zechengebäude der Zeche Zollern im Spiel Minecraft Education.

In Bezug auf die informatische Grundbildung geht der Unterricht an der Schule über die Landesvorgaben hinaus, da die Droste-Hülshoff-Realschule bereits in Klasse 5 ergänzenden iPad Unterricht anbietet, in dem neben Basics am iPad u.a. bereits der Umgang mit Präsentationsprogrammen trainiert wird.

Der Lehrplan des Fachs Informatik unterliegt der ständigen Überarbeitung durch die Fachschaft, die aus drei in Zertifikatskursen der Bezirksregierung Arnsberg qualifizierten Lehrerinnen und Lehrer und einem Autodidakten besteht.

Im März 2019 wurden Lehrkräfte und bedürftige Schüler:innen mit digitalen Endgeräten (iPad 5. Generation) ausgestattet. Im Herbst 2021 folgte die digitale Ausstattung der Räumlichkeiten mit Präsentationsflächen i3 Touch 75″, die dafür sorgen, dass Visualisierungen, Interaktionen und Gruppenarbeiten auf einfachem Level zusammenspielen. So können über die Displays Unterrichtsinhalte dynamisch an die Schüler:innen transportiert und zeitgemäß vermittelt werden. Im Herbst 2022 wurde die Droste-Hülshoff-Realschule vom Schulträger mit Unterstützungsgeldern vom Land voll ausgestattet, es erhielten alle Schüler:innen ein digitales Endgerät (iPad 5. Generation) mit einem ApplePencil.

Da die Droste-Hülshoff-Realschule von der Stadt Dortmund Lizenzen für TaskCard (eine Onlineplattform, mit der man Aufgaben und Informationen übersichtlich bereitstellen kann) für die Kolleg:innen erhalten hat, wollte die Schule einen interaktiven digitalen Ansatz wählen, um das Medienkonzept schnell erstellen zu können und möglichst aktuell halten zu können. Die Droste-Hülshoff-Realschule stellte der Lehrerkonferenz eine TaskCard zur Verfügung, in der sie zunächst die Anbindung des Medienkompetenzrahmens des Landes NRW an den Unterricht darstellen, um dies dann im Medienkonzept der Droste-Hülshoff-Realschule zu verschriftlichen.

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Inklusive und kreative Atmosphäre

“Im Schuljahr 2021/22 wurde uns bewusst, dass sowohl an unserer Roboter-AG als auch an der 3-D-Druck-AG nur Jungen teilnahmen und Mädchen offensichtlich von den Angeboten nicht hinreichend angesprochen wurden. Daraufhin haben wir uns bei der Initiative „Wir stärken Mädchen (WsM) – Future ready & Technovation girls Germany”, einem Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung mit dem Ziel, Mädchen darin zu bestärken, unabhängig von Stereotypen ihren eigenen Weg zu gehen, beworben”, ”, erzählen uns Katrin Eitschberger und Andreas Unger, Lehrkräfte an der Droste-Hülshoff-Realschule Dortmund. (Link zur Seite) “Nach Zusage von Fördergeldern in Höhe von 2.500 € und der Betreuung durch WsM, haben wir eine AG explizit für Mädchen zum Thema Robotik ins Leben gerufen. Dafür haben sich direkt und verbindlich 13 Schülerinnen unterschiedlicher Jahrgänge gemeldet.”

Da auch bis zum Ende des aktuellen Schuljahres 13 Schülerinnen aktiv beteiligt sind und weitere Anfragen an die Schule gestellt wurden, ob man nicht noch jemanden mitbringen könne oder ob man im nächsten Jahr auch teilnehmen kann, wird die Schule auch in den kommenden Schuljahren das Angebot weiterführen. Die Schülerinnen haben am 13.05.2023 in Heilbronn das Projekt “Robotik für Mädchen” bei der Abschlussveranstaltung von WsM sehr erfolgreich präsentiert. An diesem Wochenende kamen über 100 Mädchen aus ganz Deutschland in Heilbronn zusammen und präsentierten dort die eigenen Projekte (Link zur Seite der Abschlussveranstaltung).

Seit vielen Jahren hat die Droste-Hülshoff-Realschule einen Kooperationsvertrag mit der Zeche Zollern in Dortmund – Bergbau aus der Perspektive der Fächer Geschichte und Erdkunde. Durch die innovative Neuausrichtung der Museumspädagogik wurden die inhaltlichen Schwerpunkte um den Baustein der digitalen Medien erweitert. In Kooperation mit dem DigitalenKulturLabor der Stadt Dortmund startete eine neue Form der Zusammenarbeit mit der Teilnahme an verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen, bei denen die Schüler:innen der Roboter-AG die eigenen Projekte präsentierten. So wurde der Droste-Hülshoff-Realschule eine Präsentationsfläche auf der Digitalen Woche der Stadt Dortmund im Stadion des BVB zur Verfügung gestellt.

“Auch beim Weltfinale der World Robot Olympiade (WRO) in den Westfalenhalle Dortmund waren wir an drei Tagen vertreten. Die Schüler:innen präsentierten und erläuterten ihre EV3 Roboter, die Sphero Bolts, den Optimus Prime von Robosen sowie die Drachen von Lego. In Anlehnung an den Bergbau wurde ein Leseband für Kohle vs. Gestein gebaut und eine Sortierfunktion, die nach Farben selektiert, programmiert”, sagen uns Katrin Eitschberger und Andreas Unger.

Diese Kooperation zwischen der Droste-Hülshoff-Realschule, der Zeche Zollern und dem Digitalen Kulturlabor wurde deutlich ausgeweitet, so haben die Informatikkurse der Jahrgangsstufen 7 und 8 in Minecraft Zechengebäude gebaut. Millionen Jugendliche vernetzen sich in ihrer Freizeit digital mit Hilfe des online Sandbox-Videospiels MineCraft. In diesem kann man mit Blöcken seine eigene Welt erschaffen und sich in dieser bewegen. Hauptziel des Spiels ist das Ausleben der eigenen Kreativität. “Die Motivation, die die Schüler:innen diesem Thema entgegenbrachten, war riesig, sie waren von Anfang bis Ende Feuer und Flamme. Gamification im Unterricht, also die Einbindung von Spielelementen in Nicht-Spiel-Settings oder wie hier, die Übertragung der Realität in ein Spiel, aktiviert die Jugendlichen emotional und holt sie individuell bei ihrem Lernstand ab”, so Katrin Eitschberger und Andreas Unger.

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Digitale Unterrichtsorganisation an der Droste-Hülshoff-Realschule Dortmund

“IServ als Lernplattform bietet uns die Möglichkeit, die Lernprozesse zu verbessern. So ist es möglich, die Aufgabenstellungen des Unterrichts oder die Hausaufgaben hochzuladen und auch Unterrichtsmitschriften den Schülerinnen und Schülern zukommen zu lassen. Über die Klausurfunktion lassen sich Klassenarbeits- oder schriftliche Prüfungstermine eintragen, bei denen die Schüler:innen eine Nachricht bei Eintragung bekommen und bei denen es möglich ist, benötigte Materialien oder auch Checklisten hochzuladen”, erklären uns Katrin Eitschberger und Andreas Unger.

Des Weiteren ist es möglich, innerhalb von zwei Modulen in IServ kollaborativ, interaktiv und kreativ zu arbeiten. Dabei eignet sich das Modul „Tafeln“ insbesondere zur Erarbeitung und Strukturierung von Wissen für Präsentationen oder Visualisierungen. Das Modul „Texte“ hingegen eignet sich besonders für die Bearbeitung relativ genau beschriebener Aufgaben mit konkreten Lern- bzw. Unterrichtsziel. Der Einsatz dieser kollaborativen Werkzeuge bietet sowohl methodische Vielfalt als auch Abwechslung zu gängigen Formen der Unterrichtsgestaltung.  

Bis zum Sommer 2023 nutzte die Schule die App DSB-Mobile als Informationsplattform. Nach den Sommerferien wurde diese App durch Untis Mobile (inkl. digitales Klassenbuch) abgelöst. Hier können sowohl Schüler:innen und Eltern und Erziehungsberechtigte als auch Lehrer:innen passwortgeschützt auf die Vertretungspläne und die Stundenpläne zugreifen. Dabei unterscheiden sich die angezeigten Informationen entsprechend der Benutzergruppen. Die App bietet außerdem die Funktion einer digitalen Pinnwand, auf der immer aktuelle Informationen der Schule kurz dargestellt werden und auf sämtlichen (mobilen) Endgeräten abgerufen werden können. Darüber hinaus bietet sich nun den Lehrkräften die Möglichkeit viel leichter die Anwesenheit der Schüler:innen zu kontrollieren oder Eintragungen zu vermerken.

Die im Rahmen des Siegels „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ entstandene AG „gegen rechts“ besitzt darüber hinaus einen Instagram-Account: hannelore_daniel_, der nach der Namensgeberin der schuleigenen Dauerausstellung “…,weil Hannelore jüdisch war” benannt ist, hier werden aktuelle Projekte der AG gepostet. Außerdem besitzt die Schule einen Instagram-Account für die Schule. Der Account zeigt aktuelle Neuigkeiten aus dem Schulleben, zukünftige und laufende Projekte und wichtige Ankündigungen.

Die Jahrgangsstufen 5 und 6 Grundfunktionen nutzen GoodNotes und lernen, wie man Lernkarten anlegt, um auf diese Weise digital Vokabeln lernen zu können. In der Jahrgangsstufen 7 – 10 ist vor allem die Führung digitaler Mappen für die einzelnen Fächer ein zentrales Thema.

In den Jahrgangsstufen 9 und 10 wird an dem vorgesehenen “Lernen Lernen”-Tag die bordeigene App Keynote näher beleuchtet. Hier sollen die Schüler:innen selbstständig eine Keynote zu einer Faltanleitung erstellen. Dabei nutzen sie neben der App auch die Kamera-App und greifen auf den Datenspeicher zu. Weiterführende Aufgabe für Schüler:innen, die bereits viel digitale Kompetenz besitzen und mit der App schnell und kompetent umgehen können, ist die Erstellung eines Quiz zu einem selbstgewählten Thema. Die Schwierigkeit liegt dabei in der Möglichkeit, auf dem iPad „interaktive Links” zu setzen, mit deren Hilfe man durch Drücken auf Bildschirmelemente die Reihenfolge der Folien selbst bestimmen kann.

Da die Schule mit Apple iPads 1:1 ausgestattet wurden, verwenden sie oft die bordeigenen Apps wie Pages, Keynote, Numbers, Kamera, iMovie, GarageBand im Unterricht. Für die Mitschriften im Unterricht wurde die App GoodNotes für die gesamte Schulgemeinschaft angeschafft.

Im Informatikunterricht, in dem die Schüler:innen an PCs arbeiten, werden Textdateien, Tabellen und Präsentationen mit OpenOffice erstellt. Des Weiteren werden viele browserbasierte Programme eingesetzt, wie Photopea zur Bildbearbeitung, Scratch mit Edu und Robot carol zur Programmierung.

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Förderung Communities

Unterschiedliche außerschulische Lernorte wurden von den Schülerinnen und Schülern der Droste-Hülshoff-Realschule besucht:

Team Digitalisierung

An der Droste-Hülshoff-Realschule Dortmund gibt es ein Team für die Digitalisierung:

Zu den Aufgaben des Teams gehören:

“Die Expertise und die Verantwortlichkeiten – auch für den Datenschutz, das Einhalten von Sicherheitsregelungen und das Beachten des Urheberrechts – sind auf mehreren Schultern verteilt, und das nötige Wissen kann beim Ausscheiden einer Kollegin oder eines Kollegen schnell an eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger weitergegeben werden. Als Schulfamilie arbeiten wir gut zusammen, um zeitgemäße, digitalen Schulunterricht leisten zu können und die Schüler:innen zu mündigen Bürger:innen zu erziehen”, sagen uns Katrin Eitschberger und Andreas Unger abschließend.

Wir sagen der Droste-Hülshoff-Realschule Dortmund vielen Dank für den Einblick und das Engagement in der Digitalen Bildung.

Droste-Hülshoff-Realschule Dortmund, Sumbecks Holz 5, 44379 Dortmund

Sie tragen unser Signet „MINT-freundliche Schule“ und/oder „Digitale Schule“ und wollen auch in unserer Reihe „IM FOKUS“ vorgestellt werden? Dann melden Sie sich bitte bei Susanne Lettner (Leiterin Marketing und Kommunikation, MINT Zukunft schaffen!): susanne.lettner@mintzukunftschaffen.de / Tel.: +49 30-24 63 24 57

Start Bewerbungsphase 2024

Bis Ende Mai ist es für alle Schulen wieder möglich, sich als “MINT-freundliche Schule” zu bewerben. Gleichzeitig startet auch die Bewerbungsphase für das Signet „Digitale Schule“. Zu beiden Signets haben wir für Sie die Informationen hier zusammengefasst.

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