„Bildung in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) muss viel massenattraktiver angeboten werden. Geeignete Inhalte sollten schon von der Kindertagesstätte an begeistern – vor allem in Schule und Hochschule, letztlich aber in allen Lebensphasen“. Diesen Appell richtet der Potsdamer Informatikprofessor Christoph Meinel an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der MINT-Jahreskonferenz 2024 mit dem Motto „New Work & Schule der Zukunft“.
Veranstaltungsort: Haus L
Unsere MINT-Jahreskonferenz findet im Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam, Gebäude L statt.
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- Wissenschaftler mahnt mehr massenattraktive MINT-Bildung an
- Kanzler wünscht sich noch mehr MINT-freundliche Schulen
- „New Work“ und die Schule der Zukunft werden debattiert
Veranstalter der Tagung am Mittwoch, 6. März, im Hasso-Plattner-Institut ist die nationale Initiative „MINT Zukunft schaffen“, der Meinel vorsteht. Die Konferenz, zu der mehr als 200 Pädagogen und andere Bildungsfachleute aus Wirtschaft, Politik und Verbänden erwartet werden, befasst sich mit der Zukunft des Lernens und Arbeitens.
„Falls es uns nicht gelingen sollte, wesentlich mehr Menschen mit hochwertigen, aber verständlichen Lerninhalten für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu faszinieren, werden wir die weltweite Digitalisierung, die alle Bereiche durchdringt, nicht sinnvoll gestalten können“, warnt der Vorsitzende der Initiative „MINT Zukunft schaffen“. Meinel war bis zur Emeritierung im März 2023 Direktor des Hasso-Plattner-Instituts. Seitdem bereitet der E-Learning-Experte zusammen mit Prof. Mike Friedrichsen in Potsdam die German University of Digital Science (German UDS) vor. Sie soll sich als erste vollständig digital operierende und gemeinnützige Universität der Welt darauf konzentrieren, dass mehr Fachleute für die Gestaltung und Bewältigung der Digitalisierung ausgebildet werden.
Bundeskanzler verweist auf beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt
Bundeskanzler Olaf Scholz hebt in seinem Videogrußwort zur MINT-Jahreskonferenz hervor, dass schon über 2.000 Schulen in Deutschland als MINT-freundliche Schulen ausgezeichnet worden seien: „Ich würde mich freuen, wenn es noch viel mehr werden in den nächsten Jahren“, ergänzte Scholz. Der Regierungschef weist darauf hin, dass in MINT-Berufen überdurchschnittlich viele Personen arbeiten, die nicht aus Akademikerfamilien stammen: „Viele von ihnen verbinden eine MINT-Ausbildung zu Recht mit besten Chancen auf dem Arbeitsmarkt, einem gesicherten Einkommen und gesellschaftlicher Anerkennung“, so der Kanzler, der seit 2022 Schirmherr der Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ ist. Es sei „nie zu früh, Kindern und Jugendlichen zu zeigen, was mit MINT-Fächern alles möglich ist“. Das ganze Grußwort erscheint am 6.3.2024.
Auf dem Programm der Jahreskonferenz der Initiative stehen Vorträge und Referate, in denen es vor allem um die New-Work-Bewegung geht, die neue Ansprüche an Arbeitsplätze, Zusammenarbeit, Entfaltung, Wertschätzung und sinnstiftende Tätigkeiten richtet. Erörtert wird, wie deren Impulse sich positiv auch auf die Schulbildung und den Schulunterricht auswirken können.
Einer der Hauptredner ist Michael Vollmann, Education Lead Europe von Amazon.com. Er spricht zum Thema “New Work – Careers of the Future – Future Skills”. An Ausstellungsständen können sich die Teilnehmenden über neueste Konzepte und Werkzeuge der MINT-Bildung informieren. Außerdem werden im Verlauf der Tagung besonders herausragende Schulen ausgezeichnet.
Die Nationale Initiative „MINT Zukunft schaffen!“
„MINT Zukunft schaffen!“ ist eine Community von Unternehmen, Verbänden, Stiftungen und Initiativen und setzt sich für die Stärkung der MINT-Bildung ein. Ziel ist es, mehr junge Menschen für MINT zu begeistern und die Kompetenzen in der Gesellschaft zu fördern. Die Initiative vergibt die Signets „MINT-freundliche Schule“ und „Digitale Schule“. Im Jahr 2023 tragen rund 2500 Schulen in Deutschland ein Signet. Die „MINT-freundlichen Schulen“ werden von der Kultusministerkonferenz (KMK) beschirmt, während die „Digitalen Schulen“ unter der Schirmherrschaft von Bundesdigitalminister Dr. Volker Wissing stehen. „MINT Zukunft schaffen!“ ist Co-Gründer und Mitglied des Nationalen MINT-Forums. Weiter veröffentlicht die Initiative monatliche Daten zur MINT-Lücke, ein halbjährliches MINT Reporting (MINT-Meter), vergibt Stipendien, MINT-Awards für Studierende und den Studentenpreis „MINT Minded-Company“ für Unternehmen. Die Initiative steht unter Schirmherrschaft des Bundeskanzlers.
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