„MINT als Hilfsmittel zum Verständnis der Welt – in diesem Sinne engagiere ich mich ehrenamtlich als MINT-Botschafterin.“ Das Zitat stammt von MINT-Botschafterin Isabell Mörtl, Lehrerin für Mathematik, Wirtschaftskunde und Geographie (für alle höheren Schulen) und Klassenleitung für eine 7. und 8. Klassenstufe an der EmiLe Montessori-Mittelschule Neubiberg. Sie erzählt uns im Interview mehr über ihre Motivation, sich ehrenamtlich für MINT einzubringen. Auch Sie können Teil des MINT-Botschafternetzwerks werden.
Warum engagieren Sie sich als MINT-Botschafterin?
Ich engagiere mich als MINT-Botschafterin, um mich für die MINT-Fächer stark zu machen und dafür einzusetzen, junge Menschen in Theorie und Praxis für diese Materien zu begeistern. Jene sind Grundlage für die meisten Dinge in unserem Leben, und das möchte ich gerne lebendig begreifbar machen. Außerdem möchte ich mein Ehrenamt dafür nutzen, um mehr MINT an meine Arbeitsstelle zu holen (z.B. mithilfe von Robotik, 3D-Druck, MakerSpace) und diese damit noch zukunftsfähiger zu machen.
Wie schafft man es, mehr junge Menschen für mathematische – naturwissenschaftliche – technische Berufe zu begeistern?
Man schafft es, mehr junge Menschen für MINT-Berufe zu begeistern, indem man ihnen zeigt, was hinter (natur-) wissenschaftlichen Phänomenen und Theorien steht (z.B. Mathematik im Zusammenhang mit Sonnenblumen: mithilfe von Fibonacci-Zahlen und Goldenem Schnitt), und ihnen die praktischen Anwendungen dazu demonstriert. Außerdem hilft es, selbst von der Materie begeistert zu sein, und diese von klein auf erlebbar zu machen (z.B. durch Experimente und Anschauungsmaterialien). Auch Workshops (z.B. an Museen) können gut hilfreich sein.
Was sind die Schwerpunkte Ihres persönlichen MINT-Engagements?
Meine Schwerpunkte des MINT-Engagements liegen in der Leitung eines Robotik-Kurses (mit Wettbewerb), des Unterrichtens von v.a. Mathematik und Natur & Technik sowie dem Begreifbarmachen, dass MINT nicht nur aus Theorie, sondern auch aus Praxis besteht. Dazu mache ich u.a. Exkurse (z.B. durch die Vermittlung von Fortbildungsinhalten wie Teilchenphysik vom CERN/Genf), die über den Schulstoff hinausgehen und die den Schülerinnen und Schülern zeigen sollen, wie vielfältig und spannend die Welt der (Natur-)Wissenschaften außerhalb des schulischen Rahmens ist. Zudem setze ich mich dafür ein, einen MakerSpace an meiner Schule einzurichten und zu etablieren, um v.a. den Entdecker- und Forschungsgeist von jungen Menschen zu fördern.
Liebe Isabell Mörtl, danke für das schöne Gespräch.
Gehören Sie zu den Menschen, die Erfahrungen in MINT gemacht haben oder aktuell spannende Fragestellungen bearbeiten? Sind Sie bereit, diese Erfahrungen jungen Menschen zur Verfügung zu stellen, sie mit Ihren Entwicklungen zu begeistern? Werden Sie Teil des MINT-Botschafternetzwerks, helfen Sie jungen Menschen, sich für MINT zu entscheiden, als MINT-Botschafter*in.
Als Botschafter oder Botschafterin werben Sie durch ihre Aktivitäten authentisch für die MINT-Themen und engagieren sich für MINT-Bildung. Unternehmen können selbst Botschafter*innen bereitstellen oder sich im Rahmen von Workshops, Praktika, „Tag der offenen Tür“, Angebote zu Diskussionsabenden in Schulen u. v. m. engagieren. Mehr zu unserem MINT-Botschafternetzwerk finden Sie hier

