MINT Zukunft schaffen!

154 Schulen aus Baden-Württemberg für MINT und Digitalisierung geehrt – größter Jahrgang in Ba-Wü

An der Dualen Hochschule in Karlsruhe sind heute 154 Schulen aus ganz Baden-Württemberg als „MINT-freundliche Schule“ und „Digitale Schule“ geehrt worden. Es ist der größte Jahrgang, den das Land je hatte.

Gruppenfoto im Lichthof vor dem Audimax der DHBW (c) Frank Eppler

Karlsruhe, 15. Oktober 2026. 154 Schulen aus Baden-Württemberg haben heute in Karlsruhe ihre Ehrung als „MINT-freundliche Schule” oder „Digitale Schule” erhalten, 23 davon beide. So viele waren es im Land noch nie. Die Duale Hochschule Baden-Württemberg hatte dafür ihren Campus geöffnet. Überreicht haben die Urkunden Stefan Küpper von Unternehmer Baden-Württemberg, Ministerialdirektor Manuel Geiger für das Kultusministerium und wir als „MINT Zukunft schaffen!”, zusammen mit SCHULEWIRTSCHAFT Baden-Württemberg sowie Shiwa Alemi (Christiani), Prof. Dr. Aline Ganninger (DHBW), Dr. Heiko Grawonski (PHYWE), Johanna Beh (IT4Kids), Tom Brenner (Stefan Morsch Stiftung).

Besonders an 2026: 14 Schulen sind seit unserem allerersten Jahrgang 2011 dabei und wurden heute zum sechsten Mal geehrt. 16 Realschulen und 14 berufliche Schulen standen auf der Bühne. Damit tragen in Baden-Württemberg jetzt 289 Schulen die Ehrung „MINT-freundliche Schule” und 190 die Ehrung „Digitale Schule”, 128 Schulen beide. Somit sind wir nun bei 351 Schulen mit gültiger Ehrung in ganz Baden-Württemberg.

Worum es geht

Die Ehrungen gehen an Schulen, die Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik oder das digitale Lernen fest in ihrem Alltag verankert haben: mit Informatik als Fach statt als AG, mit Experimenten statt Arbeitsblättern, mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft im Haus. Jede Schule bewirbt sich freiwillig. Eine ehrenamtliche Jury aus den MINT-Fachverbänden prüft die Bewerbung. Die Ehrung gilt drei Jahre, dann muss die Schule zeigen, dass sie dranbleibt. Bundesweit tragen rund 3.000 Schulen eine der beiden Auszeichnungen, in Baden-Württemberg sind es nach heute 351.

Fotos

(15.10.26, 19:49 Uhr: Upload läuft, bitte Geduld) Unter folgendem Link finden Sie die Fotos der heutigen Veranstaltung zur freien Verwendung bei Angabe (c) Frank Eppler. Das Passwort lautet „26MINT_Karlsruhe“ https://www.picdrop.com/frankeppler/GdcQyPGNJG Auf den Fotos zu sehen sind:

Einige Schulen seit 2011 dabei

Als 2011 die ersten Schulen in Baden-Württemberg ausgezeichnet wurden, waren 14 der heute geehrten Schulen schon dabei. Sie haben sich seither alle drei Jahre neu beworben und wurden heute zum sechsten Mal geehrt: das Friedrich-Schiller-Gymnasium Pfullingen, das Friedrich-Wöhler-Gymnasium Singen, das Goethe-Gymnasium Freiburg, das Gymnasium Karlsbad, das Gymnasium Neuenbürg, das Gymnasium bei St. Michael Schwäbisch Hall, das Humboldt-Gymnasium Karlsruhe, das Lise-Meitner-Gymnasium Königsbach-Stein, das Max-Born-Gymnasium Backnang, das Pestalozzi-Gymnasium Biberach, das Theodor-Heuss-Gymnasium Pforzheim, das Wirtemberg-Gymnasium Stuttgart, die Realschule St. Bernhard in Bad Mergentheim und die Zollberg-Realschule in Esslingen. In keinem anderen Bundesland sind so viele Schulen des ersten Jahrgangs bis heute dabei.

Erste Ehrungen: 22 an der Zahl

Zum Jahrgang gehören außerdem 22 Schulen, die in 2026 zum ersten Mal ausgezeichnet wurden, und 14 berufliche Schulen, mehr als in jedem anderen Land. Die Schulen kommen aus 113 Städten und Gemeinden, von Singen bis Bad Mergentheim.

Realschulen und Betriebe

Baden-Württemberg ist das Land der Realschulen mit MINT-Ehrung: 54 tragen sie. 16 Realschulen standen heute auf der Bühne, drei davon zum ersten Mal. Für Unternehmer Baden-Württemberg ist das der wichtigste Teil des Tages, denn viele Fachkräfte für Industrie und Handwerk kommen über die Realschule in die Ausbildung. Bei insgesamt 476 Realschulen im Land sehen die Verbände hier noch viel Platz.

Dass Schule und Wirtschaft in Baden-Württemberg eng zusammenarbeiten, zeigt eine weitere Zahl: 42 Prozent der ausgezeichneten Schulen nehmen an Mentoring-Programmen mit Unternehmen teil oder bieten selbst welche an. Das ist der höchste Wert aller Länder, gemeinsam mit Berlin.

Auch die Gemeinschaftsschulen gehören zum Jahrgang: 16 wurden heute geehrt, mehr als Grundschulen oder berufliche Schulen. In Baden-Württemberg tragen inzwischen 31 Gemeinschaftsschulen eine der beiden Ehrungen, einige davon als „Digitale Schule” bereits seit deren erstem Jahrgang 2017. Für eine Schulform, die es erst seit 2012 gibt, ist das ein schnelles Ankommen. Gemeinsames Lernen bis zur zehnten Klasse und MINT-Unterricht mit Experimentieren, Programmieren und Partnern aus der Region passen offensichtlich gut zusammen.

Stimmen zur Ehrung

Stefan Küpper, Geschäftsführer Politik, Bildung und Arbeitsmarkt, Unternehmer Baden-Württemberg:

„Die Transformation unserer Wirtschaft – von Künstlicher Intelligenz über nachhaltige Produktion bis hin zu neuen Mobilitäts- und Energietechnologien – braucht hervorragend ausgebildete MINT-Fachkräfte. MINT-Bildung ist deshalb weit mehr als Wissensvermittlung: Sie schafft die Grundlage dafür, dass junge Menschen die Zukunftsindustrien unseres Landes aktiv mitgestalten und Innovationen hervorbringen können. Die ausgezeichneten MINT-freundlichen und Digitalen Schulen leisten hierzu einen unverzichtbaren Beitrag. Sie fördern fachliche Fähigkeiten und Problemlösungskompetenz, wecken Neugier und begeistern Schülerinnen und Schüler für die Technologien und Berufe von morgen.“

Manuel Geiger, Ministerialdirektor im Kultusministerium:

„MINT-Förderung und digitale Bildung sind essenzielle Zutaten für eine erfolgreiche Schullaufbahn. Sie sind für jeden einzelnen jungen Menschen notwendig, um neue Horizonte zu entdecken. Kinder und Jugendliche werden schließlich zu Gestalterinnen und Gestaltern von Zukunftsfähigkeit und Innovationskraft. Deshalb sind MINT und Digitalisierung an unseren Schulen stets fest im Blick. Die ausgezeichneten Schulen sind in der Gegenwart zukunftsgerichtet und damit Wegweiser sowie Vorbild. Das wiederum ist wichtig, weil wir das Potenzial aller Schülerinnen und Schüler erreichen wollen. Herzlichen Glückwunsch an alle geehrten Schulfamilien. Ihr großes Engagement im Sinne unserer Kinder und Jugendlichen verdient großen Respekt und Dank.“

Prof. Dr. Doris Nitsche-Ruhland, Vizepräsidentin DHBW Karlsruhe:

„Begeisterung für MINT beginnt in der Schule – und sie kann der erste Schritt in eine Zukunft sein, in der junge Menschen Technik und Wissenschaft und damit die Zukunft nicht nur verstehen, sondern selbst gestalten. Als Hochschule wollen wir diese Begeisterung weitertragen und mit den vielfältigen Studienangeboten an der DHBW jungen Menschen die Möglichkeit geben, aus Neugier konkrete Perspektiven für Studium, Beruf und die Gestaltung unserer digitalen und technologischen Zukunft zu entwickeln.“

Prof. Dr.-Ing. Aline Ganninger, Prodekanin Fakultät Technik, DHBW Karlsruhe:

„MINT: Mutig vorangehen, innovativ handeln, Neues entdecken und Technik erleben. Schon in der Schule beginnt dieser Weg. Ich wünsche mir, dass Kinder dieses Motto von klein auf leben können, indem ihre Neugier für MINT geweckt wird, sie ermutigt werden, Dinge auszuprobieren, die nicht sofort gelingen oder nicht ihren bisherigen Interessen entsprechen, und dabei Unterstützung erfahren. Was in MINT-freundlichen Schulen beginnt, findet an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg seine Fortsetzung: eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis.“

Schon in der Schule beginnt dieser Weg. Ich wünsche mir, dass Kinder dieses Motto von klein auf leben können – indem ihre Neugier für MINT geweckt wird, sie ermutigt werden, Dinge auszuprobieren, die nicht sofort gelingen oder nicht ihren bisherigen Interessen entsprechen und dabei Unterstützung erfahren.Was in MINT-freundlichen Schulen beginnt, findet an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg seine Fortsetzung: eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis.”

Johanna Beeh, Geschäftsführerin IT4Kids:

“Die Verleihung der Siegel Digitale Schule und MINT-freundliche Schule ehrt nicht nur den erreichten Status-Quo der ausgezeichneten Schulen, sondern vielmehr die jahrelangen Anstrengungen der gesamten Schulgemeinschaft für eine relevante und praxisnahe Bildung. Gleichzeitig nehmen die Kollegien mit der Auszeichnung auch die Verantwortung an, sich nicht auf ihren bisherigen Erfolgen auszuruhen, sondern sich konsequent fortzubilden und gemeinsam mit der Schüler- und Elternschaft sowie mit außerschulischen Lernorten oder Unternehmen als Netzwerkpartner ihre bestehenden Projekte weiterzuentwickeln. Im Namen von IT4Kids gratuliere ich herzlichst und freue mich darauf, zusammen mit euch als Vorbildern alle Schulen auf den Geschmack von gelungener digitaler Bildung zu bringen.”

Prof. Dr. Katja Wengler, DHBW Karlsruhe, Projekt MINT4Future:

„Trotz vieler Initiativen im MINT-Bereich an der DHBW sind die Studentinnenzahlen in technischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen weiterhin gering. Dies führt nicht nur zu einem Verlust an Potenzial, sondern auch zu einer unzureichenden Repräsentation von weiblichen Perspektiven in Zukunftstechnologien und Forschung. Unser Projekt MINT4Future möchte gemeinsam mit Schulen und Arbeitgeberinnen die Motivation und die Selbstwirksamkeit von Schülerinnen stärken und die positive Wirkung dieser Berufsfelder und ihre gesellschaftliche Relevanz sichtbar machen.“

Prof. Dr. Christoph Meinel, Vorstandsvorsitzender MINT Zukunft e.V.:

„Die Schulen, die wir heute in Karlsruhe auszeichnen, sind gute Beispiele, wegen dem, was hinter der Ehrung steht: Informatik als Fach, Experimente statt Arbeitsblätter, Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft im Haus, Lehrkräfte, die alle drei Jahre nachweisen, dass das Niveau gehalten wird. Vierzehn dieser Schulen tun das seit 2011 ohne Unterbrechung. Wer die PISA-Ergebnisse gelesen hat, weiß, wie wenig selbstverständlich das ist: Jeder fünfte 15-Jährige in Deutschland kann nicht richtig rechnen, in Shanghai gehört jeder zweite zur Leistungsspitze, bei uns sind es acht Prozent. Zugleich sagt die OECD, kein Land bringt so viele MINT-Absolventen hervor wie Deutschland. Der Weg von der einen Zahl zur anderen und somit zum Erfolg führt durch Schulen wie diese, und in Baden-Württemberg oft über die Realschule und die berufliche Schule.“

Benjamin Gesing, Geschäftsführer MINT Zukunft e.V.:

“154 Kollegien in Baden-Württemberg haben neben dem Unterricht eine Bewerbung geschrieben, 14 davon seit 2011 alle drei Jahre. Sie kommen aus allen Schulformen: 14 berufliche Schulen sind in diesem Jahrgang, so viele wie in keinem anderen Land, dazu 16 Realschulen. Die OECD hat vor zwei Wochen berichtet, dass an mehr als der Hälfte der Schulen in Deutschland fehlende Lehrkräfte das Lernen bremsen. Dass es trotzdem geht, liegt an den Partnern: SCHULEWIRTSCHAFT, die Unternehmerverbände, die Hochschulen und viele mehr. Das merkt man in jeder Bewerbung.”

Die Veranstaltung

15. Oktober 2026, 13:30–17:30 Uhr | DHBW Karlsruhe, Erzbergerstraße 121

Ausgezeichnete Schulen 2026

MINT-freundliche Schule 2026 (103 Schulen; Schulname – Ehrungsjahre)

Digitale Schule 2026 (74 Schulen; Schulname – Ehrungsjahre)

Über MINT Zukunft schaffen!

„MINT Zukunft schaffen!“ ist eine bundesweite Initiative, die seit 2011 Schulen für ihre Arbeit in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik auszeichnet, seit 2017 auch für digitales Lernen. Die Ehrungen „MINT-freundliche Schule“ und „Digitale Schule“ werden von einer ehrenamtlichen Jury aus den Fachverbänden vergeben, stehen unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz und gelten drei Jahre. Träger ist der gemeinnützige Verein MINT Zukunft e.V. in Berlin, der sich ohne öffentliche Mittel finanziert. In Baden-Württemberg richtet die Initiative die Ehrung gemeinsam mit SCHULEWIRTSCHAFT Baden-Württemberg und Unternehmer Baden-Württemberg aus.

Pressekontakt

Benjamin Gesing | Geschäftsführer und Vorstand MINT Zukunft e.V. | benjamin.gesing@mintzukunftschaffen.de

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