PresseinformationMagdeburg/Berlin, 14. September 2020. Drei Schulen aus Sachsen-Anhalt wurden heute in einer Onlineveranstaltung von unserem stellvertretenden Vorsitzenden Prof. Dr. Hannes Federrath und Bildungsminister Marco Tullner, als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet. Davon erhielten alle drei Schulen nach dreijähriger erfolgreicher MINT-Profilbildung erneut mit das Signet „MINT-freundliche Schule“. Darüber hinaus wurde die Saale Schule für (H)alle als „Digitale Schule“ geehrt.

Die Ehrung der „MINT-freundlichen Schulen“ in Sachsen-Anhalt steht unter der Schirmherrschaft von Bildungsminister Marco Tullner und der Kultusministerkonferenz (KMK). Die Ehrung der „Digitalen Schule“ steht unter der Schirmherrschaft der Beauftragten der Bundesregierung für Digitalisierung, Staatsministerin Dorothee Bär.

Das Jahr 2020 hat uns allen nochmals verdeutlicht, was für eine wichtige Rolle Digitalität in unserem Bildungssystem spielt. In der Covid-19-Pandemie erleben wir, dass Schulen sich stärker für die Chancen der digitalen Bildung öffnen. Sie wollen sich entwickeln und die eigene digitale Transformation vorantreiben. Um Schulen zu motivieren, ihr digitales Profil weiter zu schärfen und informatische Inhalte verstärkt in den Unterricht zu bringen, hat die Initiative »MINT Zukunft schaffen« die Auszeichnung „Digitale Schule“ ins Leben gerufen. Mit dem Signet soll das Engagement der Schulleitungen und Lehrkräfte gewürdigt und bestärkt werden, die sich für eine zeitgemäße Bildung in der digitalen Welt stark machen.

Das Zusammenspiel zwischen Digitalisierung und Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) hat sich ebenfalls als für die Schulentwicklung in der Covid-19-Krise als entscheidend herausgestellt. Die heute ausgezeichneten »MINT-freundlichen Schulen« zeigen, dass sie mit ihrem schulischen Konzept in der Lage sind, Ad-Hoc-Maßnahmen – z. B. zur Digitalisierung – didaktisch und pädagogisch durchdacht in den Schulalltag einzubinden. Die »MINT-freundlichen Schulen« werden für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen sowie die Öffentlichkeit durch die Ehrung sichtbar und von der Wirtschaft nicht nur anerkannt, sondern auch besonders unterstützt. Bundesweite Partner der Initiative »MINT Zukunft schaffen« zeichnen diejenigen Schulen aus, die bewusst MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess.

Die MINT-freundliche Schulen weisen nach, dass sie mindestens 10 von 14 Kriterien im MINT-Bereich erfüllen. Folgende Partner erkennen die Ehrung als Zeichen der MINT-Qualität in Sachsen-Anhalt an:

Der digitalen Schule Saale Schule für (H)alle wurde es durch einen Kriterienkatalog ermöglicht, eine Standortbestimmung sowie eine Selbsteinschätzung zum Thema „Digitalisierung“ vorzunehmen und Anregungen umzusetzen. Bei Vorliegen einer entsprechenden Profilbildung kann von einer digitalen Schule gesprochen werden. Der Kriterienkatalog „Digitale Schule“ umfasst fünf Module:

1. Pädagogik & Lernkulturen
2. Qualifizierung der Lehrkräfte
3. regionale Vernetzung
4. Konzept und Verstetigung
5. Technik und Ausstattung. 

Die Module sind orientiert an der KMK-Strategie „Digitale Bildung“ und wurden von Fachexpertinnen und Fachexperten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der o.g. Verbände entworfen. Die Ehrung „Digitale Schule“ ist wissenschaftlich basiert, verbandsneutral sowie unabhängig. Das Signet „Digitale Schule“ wird in Sachsen-Anhalt von folgenden Partnern vergeben:

Marco Tullner, Bildungsminister des Landes Sachsen-Anhalt: „Die MINT-Ausbildung hat an den Schulen in Sachsen-Anhalt einen traditionell hohen Stellenwert. Sie steht, basierend auf einem hervorragenden pädagogischen Engagement, für die Förderung eines kritisch-reflektierten, erfinderischen und problemlösenden Denkens unserer Schülerinnen und Schüler. Dabei bedingen sich MINT und Digitalisierung gerade in diesen Monaten in großer Aktualität. Bei allen Belastungen, die Schulen in der Corona-Krise zu tragen haben, ist es umso bemerkenswerter, dass Schulen den Aufwand nicht gescheut haben, um sich als „MINT-freundliche Schule“ oder als „Digitale Schule“ zu bewerben. Dazu bedurfte es nicht nur der Zeit, sondern eines tragenden Konzeptes und einer gemeinsamen Haltung zu diesen Themen. Den geehrten Schulen gratuliere ich daher herzlich, zolle

den Kollegien meinen Respekt für diesen besonderen Einsatz und hoffe auf einen breiten Nachahmungsprozess.“

Prof. Dr. Hannes Federrath, stv. Vorstandsvorsitzender „MINT Zukunft schaffen!“ und Präsident der Gesellschaft für Informatik: „Eine von Automatisierung, Digitalisierung und Vernetzung geprägte Welt bedarf eines umfassenden Bildungsverständnisses, das technische, gesellschaftliche und anwendungsbezogene Perspektiven gleichermaßen miteinbezieht. Die Auszeichnung ‚Digitale Schule‘ reflektiert diesen Ansatz. Wir danken den vielen Bildungsexpertinnen und -experten für die Begutachtung der zahlreichen Bewerbungen. Es ist erfreulich zu sehen, wie viele Lehrkräfte und Schulleitungen mit ihrem Engagement dazu beitragen, das von uns ausgezeichnete Bildungsverständnis zu etablieren.“

„Die Corona-Krise hat im deutschen Bildungssystem für viel Sorge,aber auch für viel Bewegung gesorgt. Es gibt zahlreiche Lehrkräfte in Deutschland, die die Krise genutzt haben, um sich und die eigene Schule weiterzuentwickeln und zu digitalisieren. Nach dem Motto „Turning Desaster into Triumph“ haben die MINT-freundlichen Schulen ebenso wie die Digitalen Schulen – seit Jahren durch klare Arbeit vorbereitet – gezeigt, wie gute digitale Schule geht und wie wichtig das Zusammenspiel von MINT und Digitalisierung ist, um erfolgreich zu sein. Ich bin stolz, dass wir in Sachsen-Anhalt drei Schulen als „MINT-freundliche Schule“ und eine „Digitale Schule“ ehren können. Herzlichen Glückwunsch!“, so der Vorstandsvorsitzende der Initiative „MINT Zukunft schaffen!“, Thomas Sattelberger.

Einen Überblick über die Standorte unserer ausgezeichneten Schulen finden Sie auf unserer Website in einer neu gestalteten virtuellen Landkarte. Diese wird von unserem Partner Esri Deutschland bereitgestellt, der u.a. für das Robert Koch-Institut das offizielle COVID-19 Dashboard (corona.rki.de) betreibt. Ein besonderer Dank gilt hier unserem breiten Netzwerk an ehrenamtlichen MINT-Botschafterinnen und Botschaftern, die die Erstellung unserer Schulstandortkarte aktiv unterstützen. 

Kurzbeschreibung »MINT Zukunft schaffen«: Die Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ hat den Schwerpunkt, Schülerinnen und Schüler für MINT zu begeistern und Schulen im Bereich MINT zu motivieren, fördern und auszuzeichnen. Hierzu nehmen wir insbesondere die MINT-Profile von Schulen im Allgemeinen sowie des Informatik- bzw. Digitalisierungsprofils im Besonderen durch die Programme „MINT-freundliche Schule“ und „Digitale Schule“ in den Blick. Die weiteren Ziele der Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ sind die Erhöhung der Zahl der Studienanfänger in MINT-Studiengängen an den Hochschulen in Deutschland und dabei insbesondere die Erhöhung des Frauenanteils, die Sicherung und Steigerung der Qualität der Absolventen von MINT-Studiengängen und -Ausbildungsberufen.

Ansprechpartner Presse:

Benjamin Gesing

MINT Zukunft e. V.
c/o Factory Works GmbH
Rheinsberger Str. 76/77
10115 Berlin
Tel.: 030 21230-828
E-Mail: benjamin.gesing@mintzukunftschaffen.de

Diese Schule wurde 2020 als „Digitale Schule“ geehrt:

Saaleschule für (H)alle

Diese Schulen wurden 2020 als „MINT-freundliche Schule“ geehrt:

Christian-Wolff-Gymnasium Halle/Saale

Elisabeth-Gymnasium Halle/Saale

Sekundarschule Jessen-Nord

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